Podcast
Im Podcast Aus dem Cafésatz spricht Zsolt Janos über tägliche Entwicklungen an den Kapitalmärkten. Komplexe Zusammenhänge werden klar, nachvollziehbar und mit langjähriger Erfahrung auf den Punkt gebracht.
Beliebteste Episoden der letzten 30 Tage:
20.03.2026
EZB mit FED im Gleichschritt, besonnen
Mancher hätte sich nach dem ‚Sir‘ der Zentralbanken, Jerome Powell, vielleicht die ‚Grand Dame‘ der EZB gewünscht – doch am Ende war es einfach Frau Christine Lagarde. Ihre Performance? Ähnlich besonnen und fast schon im Gleichschritt mit Powell. Doch während beide wortgewaltig gegen die nachfragegesteuerte Inflation ankämpfen können, müssen sie bei den Benzinpreisen kapitulieren: Gegen Angebotsschocks und geopolitische Preistreiber sind die Zinshebel der Notenbanken machtlos.
19.03.2026
Bleibt J.Powell doch noch länger als FED Chef?
Jerome ‚Jay‘ Powell. Eigentlich neigt sich seine Ära als Fed-Chef dem Ende zu – sein Mandat als Vorsitzender läuft im Mai 2026 aus. Doch der ‚Sir‘ der Notenbank denkt offenbar nicht an den Ruhestand. Inmitten einer strafrechtlichen Untersuchung des Justizministeriums wegen angeblicher Falschaussagen zu teuren Gebäude-Renovierungen hat Powell klargestellt: Er geht nirgendwo hin, bis die Sache ‚vollständig und transparent‘ geklärt ist. Die Verteidigung der Unabhängigkeit der Federal Reserve gegen politischen Druck. Sein bleibender Sitz im Gouverneursrat bis 2028 könnte die Bestätigung seines potenziellen Nachfolgers Kevin Warsh massiv erschweren.
18.03.2026
Wie geht J. Powell mit "transatory" 2026 um?
Wir schreiben das Jahr 2026 und blicken zurück: Erinnert ihr euch noch an 2021, als Jerome Powell das Wort ‚transitory‘ (vorübergehend) fast schon wie ein Mantra vor sich hergetragen hat? Heute wissen wir: Die Welt sieht völlig anders aus. Während wir damals über eine aufgestaute Nachfrage nach den Lockdowns diskutierten, kämpfen wir heute mit einer waschechten Angebotsinflation. Es sind nicht die kauffreudigen Konsumenten, die die Preise treiben, sondern lückenhafte Versorgungsketten, Ressourcenknappheit und eine völlig neue Geopolitik. Wie navigiert Powell die Fed durch diesen Sturm, wenn die alten Zinsschrauben bei Versorgungsengpässen plötzlich ins Leere greifen? ‚vorübergehend‘ hat im Jahr 2026 eine ganz neue, unbequeme Bedeutung bekommen.
17.03.2026
Der 1-Billion-Dollar-Move von Nvidia
Heute blicken wir nach San Jose, wo Jensen Huang gerade die Bühne der GTC 2026 verlassen hat. Und eines ist klar: Wer dachte, der KI-Boom würde langsam abflachen, wurde eines Besseren belehrt. Die wichtigste Zahl des Tages? Eine Billion Dollar. So hoch beziffert Huang jetzt die Umsatzchance für Nvidia-KI-Chips bis Ende 2027. Damit verdoppelt er mal eben seine bisherige Prognose von 500 Milliarden. Hält der Boom an? Huang sagt nicht nur ‚Ja‘, er nennt es den ‚größten Infrastruktur-Ausbau der Geschichte‘. Er sieht uns erst am Anfang einer Ära, in der ‚Agentic AI‘ – also KI-Assistenten, die eigenständig Aufgaben lösen – zum neuen Standard in jedem Unternehmen werden. Bleibt Nvidia vorne? Mit der Enthüllung der neuen Vera Rubin-Plattform setzt Nvidia ein massives Statement. Diese Chips sollen die Kosten für KI-Berechnungen (Inference) im Vergleich zur Blackwell-Generation um den Faktor 10 senken. Während die Konkurrenz noch aufholt, hat Nvidia bereits den nächsten Standard für Rechenzentren definiert, die so groß sind, dass man sie vom Weltraum aus sehen könnte. Wie groß ist die Nachfrage? Laut Huang ist sie schlichtweg ‚endlos‘. Die Rechenleistung sei weltweit ausverkauft, und die Nachfrage nach Tokens – den Bausteinen der KI-Sprache – steige weiterhin exponentiell.
16.03.2026
Neben Öl ist die laufende Liquidität in den Märkten entscheidend!
Geld ist der Schmierstoff unserer Welt. Damit sich das Rad der Wirtschaft dreht, muss die Liquidität fließen – unaufhörlich, wie das Blut in unseren Adern. Doch was passiert, wenn dieser Fluss ins Stocken gerät? Wir blicken heute auf ein hochsensibles System, das keine Fehler verzeiht. Ein System, das derzeit massiv unter Druck steht: Durch geopolitische Beben und die unberechenbare Wirtschaftspolitik eines Donald Trump, dessen Kurs alte Gewissheiten aushebelt und die Märkte weltweit in Atem hält.
13.03.2026
Beendet noch Trump den Krieg oder der Krieg den Trump?
Er hat versprochen, den Krieg in 24 Stunden zu beenden. Jetzt, über ein Jahr nach seinem Amtsantritt, stellt sich die Frage: Hat Trump den Krieg gebändigt – oder hat die unerbittliche Realität des Konflikts den ‚Dealmaker‘ entzaubert?
12.03.2026
Sind wir der News Flut filterlos ausgeliefert?
Wir waren noch nie so vernetzt wie heute – und doch fühlen sich viele von uns einsamer denn je. Wir konsumieren mehr Informationen als jede Generation vor uns, wissen aber oft weniger, was wirklich wahr ist. Sind soziale Medien eine Brücke zur Welt oder nur ein Spiegelkabinett, in dem wir uns in Vergleichen verlieren? In dieser Folge schauen wir hinter die Kulissen der Nachrichtenflut.
11.03.2026
Die Märkte in der Fake News Falle
Die Märkte stecken in der Fake-News- und Algo-Falle. In einer Welt, in der Algorithmen auf Millisekunden konditioniert sind, ist für eines kein Platz mehr vorgesehen: die Wahrheit. Die Systeme sind darauf programmiert, zuerst zu schießen und später Fragen zu stellen. Während die KI schon die nächste Marktreaktion auslöst, hat kein Mensch die Nachricht auch nur zu Ende gelesen. Wir analysieren heute, warum der Faktor Zeit aus unseren Systemen wegradiert wurde und was es für dein Depot bedeutet, wenn Schnelligkeit die Sorgfalt frisst.
10.03.2026
Die Märkte zwingen Trump zur Reaktion
Ein Tweet am Wochenende, eine Drohung am Montagmorgen – und die Weltbörsen halten den Atem an. Doch das Spiel hat sich gedreht. Es ist nicht mehr nur Trump, der die Märkte vor sich hertreibt; die Märkte fangen an, zurückzuschlagen. Mit steigenden Zinsen, die die US-Schuldenlast unbezahlbar machen, und einem Ölpreis, der jede Inflationsprognose sprengt, steht der Präsident mit dem Rücken zur Wand. In der heutigen Folge fragen wir: Ist das die Grenze seiner Macht? Trump unter dem Diktat von Kapital und Rohöl.
09.03.2026
Der Finanzsektor ist mehr betroffen, als wir uns das wünschen
Der Donner der Geschütze hallt an den Märkten oft lauter nach als an der Front. Wir dachten, wir hätten Zeit, uns anzupassen – doch der Finanzsektor zeigt uns gerade in Rekordtempo, wie fragil unsere Gewissheiten sind. Wenn Giganten wie BlackRock ihre Rücknahmen begrenzen, bei Blackstone die Abflusswünsche Rekordhöhen erreichen und Aufsteiger wie Blue Owl plötzlich in die Schieflage geraten, wird klar: Die Kriegsfolgen erreichen die Herzkammern des Kapitals schneller, als wir es je geahnt hätten. Während die Welt noch die geopolitischen Trümmer sortiert, bebt der Private-Credit-Markt bereits in seinen Grundfesten.