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Im Podcast Aus dem Cafésatz spricht Zsolt Janos über tägliche Entwicklungen an den Kapitalmärkten. Komplexe Zusammenhänge werden klar, nachvollziehbar und mit langjähriger Erfahrung auf den Punkt gebracht.

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03.02.2026

Gold/Silber Crash und was nun?

Was steckt hinter dem plötzlichen Kursrutsch? Viele meinen, wenn die Preise nach oben gehen, sei das ok, wenn dann mal eine heftige Korrektur kommt, sei das Manipulation... Wirklich?

Die Marktlage: Ist das die größte Korrektur seit einem Jahrzehnt oder das Ende der Rallye? Wie gesund war diese Rally?

Ausblick & Strategie: Experten von Goldman Sachs und JP Morgan halten trotz der Turbulenzen an ihren optimistischen Prognosen fest. Wir klären, ob jetzt der Moment zum Nachkaufen gekommen ist oder ob Anleger die Füße stillhalten sollten.

Die im Podcast besprochenen Inhalte dienen NUR zu allgemeinen Informationszwecken und stellen unter keinen Umständen eine Empfehlung zum Kauf oder Verkauf bestimmter Anlagen dar und sind somit keine Anlageberatung. Der Vortragende kann das Risikoprofil und die finanzielle Situation einzelner Zuhörer nicht einschätzen. Wer sich aufgrund des im Podcast Besprochenem zum Kauf oder Verkauf von Anlageprodukten / Vermögenswerten entscheidet, tut diese aus eigener Entscheidung und auf eigene Gefahr. Der Vortragende kann daher keine Haftung übernehmen, wenn Sie aufgrund des im Podcast Gesagtem eigene Anlageentscheidungen treffen und dadurch Verluste erleiden.

Zusammenfassung

Gold/Silber Crash und was nun? Eine Analyse von Zsolt Janos

Der Jänner war ereignisreich. Fast jeder Tag fühlte sich historisch an. Nun blicken wir auf den Februar, der statistisch gesehen eher eine Seitwärtsbewegung darstellt, besonders nach einem starken Jänner.

Saisonale Entwicklungen und Anlagestrategien

Grundsätzlich sollte man saisonale Entwicklungen verstehen und in seine Anlagestrategie einbeziehen. In starken Monaten, wenn die Kurse steigen, kann es sinnvoll sein, Gewinne zu realisieren. Schwächere Monate hingegen bieten potenziell Kaufgelegenheiten.

Wichtig: Eine klare Strategie und Disziplin sind entscheidend, um sich nicht von der allgemeinen Marktstimmung beeinflussen zu lassen. Es ist emotional schwierig, gegen den Trend zu agieren, sowohl in positiven als auch in negativen Marktphasen.

Der Gold/Silber Crash: Manipulation oder normale Marktbewegung?

Nach dem Kurssturz bei Gold und Silber kamen Fragen nach Manipulation auf. Zsolt Janos erklärt, dass es zwar Manipulationen im Edelmetallmarkt gibt, aber der jüngste Crash eher eine normale Korrektur nach einer parabolischen Aufwärtsbewegung war. Gestern war Silber unten bei 70 Dollar, kann sogar noch runtergehen auf 65 Dollar und da wären wir immer noch im sogenannten Aufwärtstrend. Auch Gold könnte runtergehen auf etwa Dollar Kurs und trotzdem wären wir im sogenannten langfristigen Aufwärtstrend seit 25 Jahren immer noch in einem sogenannten Bullenmarkt.

Wie geht man mit einem Crash um?

Die Empfehlung lautet: Entspannt bleiben und die langfristige Strategie verfolgen. Die fundamentalen Gründe für ein Investment in Sachwerte, einschließlich Edelmetalle, sind weiterhin gegeben.

Verschuldung und Zinsen

Die globale Verschuldung bleibt ein wichtiger Faktor. Sie ist zwar positiv, da sie Liquidität in die Märkte bringt und Kaufkraft aufrechterhält, aber sie hat auch ein Problem mit steigenden Zinsen. Allein die amerikanischen Zinsen sind seit 2020/21 auf das Zehnfache gestiegen. Die aktuelle Verschuldung ist extrem teuer geworden.

Die USA haben aktuell ungefähr 38 Billionen Dollar Schulden offen, davon rotieren heuer 9 Billionen Dollar.

Rohstoffpreise und Systemische Risiken

Der Glaube an einen schnellen Aufstieg von Silber auf 200, 300 oder gar 500 Dollar ist unrealistisch. Solche radikalen Anstiege würden andere Bereiche erodieren. Es ist naiv zu erwarten, dass bestehende Systeme, die auf einem starken US-Dollar und dem Fiat-System basieren, von heute auf morgen aufgegeben werden.

Globale Nachfrage und geopolitische Faktoren

Die Grundnachfrage nach Gold und Silber aus der Industrie bleibt bestehen, da unsere Welt sich weiter in Richtung Technisierung entwickelt. Zudem kaufen Staaten, die dem US-System kritisch gegenüberstehen, weiterhin Gold, um unabhängiger vom US-Dollar zu werden. Der Putin freut sich im Moment wahrscheinlich doppelt. Einerseits ist kurzfristig der Ölpreis gestiegen. Das hat ihm gefallen, weil das braucht er für seine Finanzierung. Und dass der Goldpreis so stark gestiegen ist, das hat dem Putin auch gefallen, weil er über seine Goldreserven dann schon mehr gewonnen hat, als er mit dem gesperrten Kapital in Belgien nicht zur Verfügung hat.

Elon Musk und die Zukunft der Datacenter

Elon Musk plant die Fusion von SpaceX und X AI, was eine interessante Entwicklung darstellt. Er spricht davon, ein Datacenter im Weltraum zu bauen. Die Datacenter braucht dafür XAI, SpaceX kann die ganzen Transporte übernehmen und Starlink ist ja auch noch da.

Fazit

Der Gold/Silber Crash sollte Anleger nicht in Panik versetzen. Eine langfristige Strategie, die fundamentale Faktoren berücksichtigt, ist entscheidend. Es gibt genügend Themenbereiche, wo sich derzeit niemand tummelt und die aufzusammeln, ganz entspannt, ganz in Ruhe, wo die Verkäufer sich sogar freuen, wenn jemand kommt mit Geld. Da hat man eine ganz andere Verhandlungssituation und so ist es auch an den Märkten.

Zsolt Janos empfiehlt, die Portfolios entspannt aufzubauen und Strategien so festzulegen, dass gesunde Positionen nicht aus Panik verkauft werden müssen.

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