Podcast

Im Podcast Aus dem Cafésatz spricht Zsolt Janos über tägliche Entwicklungen an den Kapitalmärkten. Komplexe Zusammenhänge werden klar, nachvollziehbar und mit langjähriger Erfahrung auf den Punkt gebracht.

Beliebteste Episoden der letzten 30 Tage:

22.04.2026

Das Warsh Szenario

Ein neuer Name, ein völlig neues System? In Washington bereitet sich Kevin Warsh darauf vor, im Mai den Vorsitz der Federal Reserve zu übernehmen – und er kommt nicht, um Jerome Powells Kurs einfach fortzusetzen. Warsh spricht offen von einem ‚Regimewechsel‘: Er will die gewaltige Fed-Bilanz abspecken, die Art und Weise, wie Inflation gemessen wird, radikal ändern und die Kommunikation der Notenbank entstauben. Doch während die Märkte auf Zinspfade starren, stellt sich die alles entscheidende Frage: Kann ein von Trump nominierter Chef wirklich unabhängig bleiben, oder wird die Fed zum verlängerten Arm des Weißen Hauses? 

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21.04.2026

Ist der Benzinpreis tatsächlich schon zu hoch?

Benzinpreise auf Rekordhoch – aber sind sie wirklich so teuer wie gedacht? In der heutigen Folge blicken wir hinter die Zahlen an der Zapfsäule. Der entscheidende Faktor ist nicht der Preis pro Liter, sondern die Arbeitszeit pro Liter. Während man in den 1960er-Jahren noch rund 16 Minuten für einen Liter Benzin arbeiten musste, sind es heute trotz Krisen meist nur noch etwa 6 Minuten. Wir analysieren heute die Kaufkraft-Entwicklung seit dem Wirtschaftswunder und klären die Frage: Arbeiten wir heute tatsächlich kürzer für unsere Mobilität als unsere Großeltern?

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20.04.2026

So gehen Anleger in die FOMO Falle

"Sagen Sie mal... kann man in Zeiten wie diesen überhaupt noch seriös anlegen?" Diese Frage höre ich momentan ständig. Und sie ist berechtigt. Denn wer heute auf die Märkte schaut, sieht oft nur Extreme: Entweder herrscht die nackte Angst, den Anschluss zu verpassen, oder die Sorge, dass morgen alles zusammenbricht. Das Problem ist: Wer sich von dieser Unsicherheit treiben lässt, landet fast zwangsläufig in der FOMO-Falle. Man wartet zu lange, schaut den Kursen beim Steigen zu, verliert die Geduld und springt dann genau am Gipfel aus einer emotionalen Haltung heraus auf den fahrenden Zug auf – oft mit fatalen Folgen für das Depot.

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17.04.2026

Preisfindung im Sturm: Warum der Markt niemals zur Ruhe kommt

Stell dir den Markt wie einen Ozean vor: Jeder neue Impuls, jede Veränderung ist wie ein Stein, der ins Wasser geworfen wird. Es dauert seine Zeit, bis die Wellen glattlaufen und der Markt diesen neuen Umstand wirklich ‚eingepreist‘ hat. In der Theorie ist das ein Prozess der Neuorientierung, eine Suche nach dem fairen Wert. Doch genau hier liegt aktuell das Problem: Während der Markt noch versucht, die Wellen von gestern zu verarbeiten, klatschen heute schon die nächsten – oft völlig widersprüchlichen – Impulse hinein. Wir befinden uns in einer Phase der permanenten Preisfindung, in der eine ‚ruhige‘ Marktentwicklung kaum möglich ist, weil das Rauschen der News lauter ist als das Signal der Fundamentaldaten. Warum das so ist, wie man in diesem Sturm den Überblick behält und warum Geduld gerade jetzt die wertvollste Währung ist – darum geht es heute.

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16.04.2026

Das Erbe des Umbruchs: Müssen wir alles gleichzeitig können?

Systemumbrüche. Wir stecken mittendrin. Überall dort, wo alte Gewissheiten bröckeln, stehen wir – die nächste Generation – und versuchen, den Überblick zu behalten. Es sieht von außen oft so spielerisch aus: Wir jonglieren Jobs, Krisen, Klimawandel und Identität, als wäre Multitasking unsere Superkraft. Doch Hand aufs Herz: Sind wir wirklich dazu in der Lage oder tun wir nur so?Ist dieses ‚immer online, immer flexibel sein‘ wirklich unsere Natur – oder ist es vielmehr eine Überlebensstrategie, die aus der Not geboren wurde? Und wenn ja: Wie hoch ist der Preis dafür? Erhöhen wir mit diesem vermeintlich lockeren Lifestyle den Druck auf uns selbst bis zum Anschlag?

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15.04.2026

Das Paradox der Stille - next FOMO entsteht

Wenn die Nachrichtenlage düster ist, die Unsicherheit durch unerwartete Ereignisse ihren Höhepunkt erreicht und die allgemeine Stimmung am Boden liegt – genau dann wird das Fundament für die nächste große Rallye gelegt. Wir wissen: Unerwartete Schocks führen zu Panik. Doch während wir als Menschen noch versuchen, die Nachrichten emotional zu verdauen, haben die Märkte die neuen Fakten längst ‚gefressen‘. Historisch gesehen sind Phasen extrem negativer Stimmung oft die besten Kontraindikatoren. Während der Anleger noch zögert, hat der Markt das Risiko bereits eingepreist – und ehe man es realisiert, verwandelt sich die Skepsis in die nächste Welle der FOMO, der Angst, den Anschluss zu verpassen.

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14.04.2026

Algorithmen vs. Amtsträger - Wer steuert wirklich die globalen Märkte?

Lange dachten wir, gewählte Politiker an der Spitze von Nationalstaaten halten alle Fäden in der Hand. Doch die Realität 2026 sieht anders aus: Globale Märkte und hyper-vernetzte Marken sind heute oft resilienter und einflussreicher als einzelne politische Akteure. Während Regierungen über Grenzen und Regulierung streiten, schafft die technologische Vernetzung Fakten, die sich nicht einfach per Dekret stoppen lassen. Das beste Beispiel? NVIDIA. Ein Unternehmen, das nicht mehr nur Hardware liefert, sondern als globales Nervensystem der KI-Revolution fungiert. Wenn ein einzelner Konzern die Rechenpower der Welt kontrolliert, stellt sich die Frage: Wer hat am Ende mehr Hebelwirkung – das Weiße Haus oder das Boardroom-Meeting im Silicon Valley?

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13.04.2026

Signal aus Ungarn: mehr als nur ein Wahlsieg!

In Ungarn ist am vergangenen Sonntag etwas passiert, das viele Beobachter weltweit so nicht für möglich gehalten hätten: Nach 16 Jahren an der Macht hat Ministerpräsident Viktor Orbán die Parlamentswahl verloren. Der Herausforderer Péter Magyar und seine Tisza-Partei haben einen deutlichen Sieg errungen und stehen nun vor der Aufgabe, eine neue Ära einzuleiten. Dieses Wahlergebnis sendet ein mächtiges Signal an die Welt. Es zeigt, dass sich politische Systeme – selbst solche, die lange als festgefahren galten – durch den demokratischen Willen der Bürger verändern lassen. Doch bei aller Euphorie über diesen Wandel müssen wir auch ehrlich sein: Ein Wahlsieg allein löst die tief verwurzelten Probleme – von der wirtschaftlichen Unsicherheit bis hin zu gesellschaftlichen Spaltungen – nicht automatisch über Nacht. Der Weg für eine neue Kommunikation ist frei. Wir hoffen auf einen offeneren Dialog – sowohl innerhalb Ungarns als auch mit seinen europäischen Partnern. Was bedeutet dieser Machtwechsel für die EU? Kann Magyar seine Versprechen halten? Und wie geht es jetzt weiter, wenn die alten Fronten aufbrechen?

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10.04.2026

Wettlauf gegen die Zeit: Wie schnell verdauen wir die Energiepreise?

Energiepreise auf Rekordniveau, Schlagzeilen über dauerhafte Inflation und die Angst vor dem Kaufkraftverlust. Es fühlt sich momentan so an, als würde die Wirtschaft an einer Wand stehen. Doch wer genauer hinsieht, erkennt: Die Märkte sind weitaus widerstandsfähiger, als wir oft glauben. Das Problem ist heute nicht das ‚Ob‘ wir höhere Energiekosten verdauen können, sondern das ‚Wie schnell‘. Während der Übergang schmerzt und die Inflationssorgen befeuert, wächst im Hintergrund eine gewaltige Gegenkraft heran. Denn während Öl und Gas teurer werden, erleben wir in anderen Bereichen – allen voran durch Künstliche Intelligenz und radikale Automatisierung – einen massiven deflationären Schub. Effizienzgewinne, die Kosten senken, wo wir es am wenigsten vermuten. In der heutigen Folge analysieren wir: Warum die Energiekrise nicht das Ende des Wachstums ist, welche Branchen als Deflations-Anker fungieren und warum KI vielleicht genau das Gegengift ist, das unser Geldsystem gerade braucht.

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09.04.2026

Viele Anleger scheitern nicht an den Märkten, sondern an sich

Heute sprechen wir über das gefährlichste Raubtier an der Börse. Nein, es ist kein Hedgefonds-Manager und auch kein Algorithmus. Es ist der Blick in den Spiegel. Hand aufs Herz: Wir alle kennen die perfekten Charts und die rationalen Strategien. Aber was passiert, wenn die Kurse plötzlich rot leuchten? Wenn die Gier kickt, weil der Nachbar mit Krypto reich geworden ist? Oder wenn die Angst uns dazu bringt, genau am Tiefpunkt alles hinzuschmeißen? Die harte Wahrheit ist: Die meisten Anleger scheitern nicht an den Märkten. Sie scheitern an sich selbst. An Millionen Jahren alter Evolution, die unser Gehirn auf Flucht oder Kampf programmiert hat – zwei Dinge, die beim Investieren fast immer in die Katastrophe führen.

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Berggipfel mit Nebelschwaden vor blauem Himmel