Podcast
Im Podcast Aus dem Cafésatz spricht Zsolt Janos über tägliche Entwicklungen an den Kapitalmärkten. Komplexe Zusammenhänge werden klar, nachvollziehbar und mit langjähriger Erfahrung auf den Punkt gebracht.
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13.01.2026
Unsicherheit löst oft die falschen Reflexe bei Anlegern aus
In unsicheren Zeiten neigen viele Anleger dazu, die Reißleine zu ziehen und sich komplett aus dem Markt zu verabschieden. Warum? Weil Pessimismus oft klug und besonnen klingt, während Optimismus schnell als naiv abgestempelt wird. Doch die Wahrheit an den Märkten ist nüchtern: Kapital wächst nicht dort, wo krampfhaft nach Garantien und absoluter Sicherheit gesucht wird. Wer nur auf Sicht fährt, verpasst die großen Trends von morgen. Heute schauen wir uns an, warum Mut sich auszahlt und wie du die emotionale Falle der Unsicherheit umgehst.
Die im Podcast besprochenen Inhalte dienen NUR zu allgemeinen Informationszwecken und stellen unter keinen Umständen eine Empfehlung zum Kauf oder Verkauf bestimmter Anlagen dar und sind somit keine Anlageberatung. Der Vortragende kann das Risikoprofil und die finanzielle Situation einzelner Zuhörer nicht einschätzen. Wer sich aufgrund des im Podcast Besprochenem zum Kauf oder Verkauf von Anlageprodukten / Vermögenswerten entscheidet, tut diese aus eigener Entscheidung und auf eigene Gefahr. Der Vortragende kann daher keine Haftung übernehmen, wenn Sie aufgrund des im Podcast Gesagtem eigene Anlageentscheidungen treffen und dadurch Verluste erleiden.
Zusammenfassung
Unsicherheit löst oft die falschen Reflexe bei Anlegern aus
In unruhigen Zeiten an den Kapitalmärkten neigen viele Anleger dazu, aus dem Bauch heraus falsche Entscheidungen zu treffen. Finanzexperte Zsolt Janos erklärt, wie Sie diese typischen Fehler vermeiden und Ihr Vermögen langfristig sichern können.
Das Gefühl der Unsicherheit: Ein ständiger Begleiter
Viele Anleger haben das Gefühl, dass die Zeiten unsicher sind. Doch dieses Gefühl ist nicht neu. Seit Jahren gibt es immer wieder Gründe für Verunsicherung. Die Frage, ob 2026 die große Korrektur kommt, ist nur eine von vielen. Die Wahrheit ist: Es gibt immer Parameter, die zu fallenden Kursen führen können. Aber genauso gibt es immer Chancen.
Vergleichen Sie es mit dem Sommer: Es gibt nicht nur sonnige Tage, sondern auch Wolken, Regen und Stürme. Genauso gehören Schwankungen an den Märkten dazu. Wichtig ist, diese Schwankungen zu managen.
Die Rolle des Beraters in unsicheren Zeiten
Die Verunsicherung verleitet viele Anleger dazu, die Reißleine zu ziehen. Hier ist die Rolle eines vernünftigen Beraters entscheidend. Dieser kann Anleger emotional auffangen, ihre Reflexe verstehen und sie dennoch dabei unterstützen, in den Märkten investiert zu bleiben.
Peter Lynch: Langfristig denken zahlt sich aus
Ein Zitat von Peter Lynch, einem der Top-Manager von Fidelity, bringt es auf den Punkt: „Niemand weiß, wo der Markt in einem Jahr oder in zwei Jahren stehen wird.“ Der Versuch, den perfekten Ein- und Ausstiegszeitpunkt zu finden, kostet Anleger oft mehr als die Korrekturen selbst. Korrekturen können sogar Chancen bieten, wenn man richtig vorbereitet ist und sie richtig managt. Nach einer Korrektur sind viele gesunde Unternehmen nicht mehr überteuert und können günstig eingesammelt werden.
Lynch sagte auch: „Die größten Verluste entstehen nicht in einer Abschwungsphase, sondern wenn man gar nicht investiert ist.“
Die Gefahr der Algorithmen
In unsicheren Zeiten suchen viele Anleger online nach Informationen. Doch die Algorithmen von Suchmaschinen und Social Media können den Blickwinkel verengen. Wer nach pessimistischen Themen sucht, bekommt diese auch verstärkt angezeigt. Pessimistische Vorträge klingen oft klug, aber Kapital wächst nicht, wenn man nur nach Sicherheit und Garantie sucht. Kapital wächst, wenn man investiert ist und alle Marktphasen mitnimmt.
Krypto-Euphorie: Wo ist die Nachhaltigkeit?
Auch in der Kryptowelt gibt es Zyklen. Auf eine Innovationswelle folgt oft eine Spekulationswelle. Doch irgendwann stellt sich die Frage nach der Nachhaltigkeit. Wenn kein neuer Kapitalzufluss erfolgt, bekommen die ersten Investoren Probleme. Im Moment fehlt der Kryptowelt eine neue Story.
Langfristig werden nicht die Innovatoren reich, sondern die Unternehmen, die Innovationen in ihr Geschäftsmodell einbauen. In der Kryptowelt sehen wir Blockchain-Technologie in anderen Geschäftsmodellen, aber nicht mehr den ursprünglichen Hype.
Die aktuelle Marktlage: Fakten statt Geräusche
Die Märkte konzentrieren sich derzeit stärker auf die Wirtschaft als auf die Tweets von Donald Trump. Auch die strafrechtliche Untersuchung gegen Jay Powell ist noch keine Anklage. Powell hat die Situation gut gemeistert und klargestellt, dass es sich um einen Feldzug von Trump handelt, um die Zinsen zu senken. Interessanterweise führen Trumps Aktionen eher zu steigenden Zinsen, weil sie die Märkte verunsichern.
Es gibt Anzeichen, dass Powell sogar länger im Amt bleiben könnte, was die Märkte beruhigen würde. Die Wettmärkte sehen die Wahrscheinlichkeit einer Verurteilung von Powell bei nur 12-13 Prozent.
Das Spiel der Ölkonzerne
Auch die Ölkonzerne taktierten. Während Chevron die Fördermengen in Venezuela erhöhen will, fordert Exxon staatliche Garantien, bevor investiert wird. Die Märkte reagieren nicht auf Ideologien, sondern auf Vorteile.
Trumps Pläne und die Inflation
Trump plant Eingriffe bei Kreditkarteninstituten und will die Zinsen begrenzen. Dies könnte zwar kurzfristig Liquidität bringen, aber auch die Inflation anheizen. JP Morgan erwartet, dass die amerikanische Notenbank die Zinsen in diesem Jahr gar nicht senkt, weil die Wirtschaft so stark wächst. Zusätzliche Liquidität würde die Inflation weiter befeuern.
Historische Vergleiche: Vorsicht vor einfachen Lösungen
Es ist gefährlich, historische Entwicklungen zu suchen, die mit der aktuellen Situation übereinstimmen, um sichere Prognosen zu erstellen. Ein paar Parameter sind ähnlich wie in den 1970er Jahren, als eine expansive Geldpolitik zu einer hohen Inflation führte. Die Gefahr besteht, dass eine starke Wirtschaft durch zusätzliche Liquidität überhitzt.
Die amerikanische Notenbank pumpt Liquidität in die Märkte, um die Banken zu stabilisieren. Wenn die Inflation steigt und die Zinsen steigen müssen, ist das brutal für die Anleihenmärkte.
Fazit: Besonnenheit und Expertise sind gefragt
In unsicheren Zeiten ist es wichtig, besonnen zu bleiben und sich von einem erfahrenen Berater unterstützen zu lassen. Vermeiden Sie Kurzschlussreaktionen und konzentrieren Sie sich auf langfristige Ziele. Die Märkte bieten immer Chancen, wenn man sie richtig managt.
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