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Im Podcast Aus dem Cafésatz spricht Zsolt Janos über tägliche Entwicklungen an den Kapitalmärkten. Komplexe Zusammenhänge werden klar, nachvollziehbar und mit langjähriger Erfahrung auf den Punkt gebracht.
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12.01.2026
Trump holt sich mit Liquiditätsversprechen die Börsen auf seine Seite
Die Börsen feiern derzeit eine Party der Erwartungen. Während die Realwirtschaft noch mit Hürden kämpft, blicken die Märkte bereits weit voraus: Die Aussicht auf neue Liquiditätsspritzen und ein baldiges Ende der Zinsrestriktionen wirkt wie Kerosin für die Kurse. Denn an der Börse wird nicht das Heute bezahlt, sondern das Wachstum von morgen. Wenn die Liquidität fließt und die Zukunftshoffnung regiert, scheint der Weg nach oben frei – doch wie viel von diesem Optimismus ist bereits eingepreist?
Die im Podcast besprochenen Inhalte dienen NUR zu allgemeinen Informationszwecken und stellen unter keinen Umständen eine Empfehlung zum Kauf oder Verkauf bestimmter Anlagen dar und sind somit keine Anlageberatung. Der Vortragende kann das Risikoprofil und die finanzielle Situation einzelner Zuhörer nicht einschätzen. Wer sich aufgrund des im Podcast Besprochenem zum Kauf oder Verkauf von Anlageprodukten / Vermögenswerten entscheidet, tut diese aus eigener Entscheidung und auf eigene Gefahr. Der Vortragende kann daher keine Haftung übernehmen, wenn Sie aufgrund des im Podcast Gesagtem eigene Anlageentscheidungen treffen und dadurch Verluste erleiden.
Zusammenfassung
Trump holt sich mit Liquiditätsversprechen die Börsen auf seine Seite
Die erste Woche des neuen Jahres war turbulent. Zsolt Janos analysiert die Ereignisse und zeigt, wie Donald Trump die Börsen beeinflusst. Von Venezuela bis hin zu überraschenden Tweets – ein Überblick über die wichtigsten Entwicklungen.
Neue Weltordnung? Amerika bleibt Amerika
Die Frage nach einer neuen Weltordnung stellt sich, aber im Grunde hat sich wenig geändert. Amerika war schon immer so, nur direkter. Trump verpackt nichts, was ungewohnt ist. Früher wurde mehr verschleiert, heute werden die Motive offener kommuniziert.
Wirtschaftliche Fokussierung auf Amerika
Die Börse hat die Nachrichten der ersten Woche weitgehend ignoriert, da der Fokus stark auf der amerikanischen Wirtschaft liegt. Diese präsentiert sich derzeit in sehr guter Verfassung. Frühindikatoren wie der Dow Transport Index bestätigen die Stärke der Logistikaktivität.
Starker Start für Nebenwerte und breitere Marktbewegung
Nebenwerte, die im vergangenen Jahr zurückgeblieben sind, haben das Jahr stark begonnen. Oft werden im Januar jene Werte nachgefragt, die zuvor schwächer waren. Die Marktbreite, also die Anzahl der Unternehmen, die in den Indizes nach oben ziehen, war ebenfalls stärker.
Die Dominanz der Magnificent Seven
Vier große Unternehmen aus den Magnificent Seven machen etwa 40% des Standard Poor's Index aus. Diese Unternehmen sind nicht nur für Amerika, sondern auch für den globalen Index von Bedeutung. Anleger, die global investieren, haben diese starken Unternehmen aufgrund ihrer Börsenkapitalisierung stark im Portfolio.
Verbrauchervertrauen und Arbeitsmarkt
Das Verbrauchervertrauen in Amerika erholt sich, und es gibt unterstützende Maßnahmen für das laufende Jahr. Der Arbeitsmarkt war am Freitag nicht so stark wie erwartet, aber dennoch positiv. Wichtig ist zu beachten, dass der Arbeitsmarkt ein Rückblick und kein Leitindikator ist. Die Börse hingegen handelt die Zukunft.
Rekord bei Firmengründungen in Amerika
Die Zahl der Firmengründungen in Amerika bewegt sich auf Rekordniveau. Die Trump-Administration hat viel dereguliert und die Gründung vereinfacht. Auch wenn nicht alle Unternehmen überleben, bringen die Gründungen viel Innovation. Übernahmen und Kooperationen nehmen stark zu, was die Innovation weiter antreibt.
Steuerentlastungen und Zollbelastungen
Für das laufende Jahr wird eine Steuerentlastung für die breite Masse erwartet. Die Zollbelastung wird voraussichtlich sinken, da die Jahreseffekte greifen. Es wird erwartet, dass der Oberste Gerichtshof eine Entscheidung zu den Zöllen trifft. Möglicherweise kommt es zu einem Kompromiss, bei dem die Zölle nicht zurückgezahlt werden müssen.
Quantitative Easing durch die Hintertür?
Trump hat zwischen den Zeilen eine Art Quantitative Easing Maßnahme angekündigt, vorbei an der Notenbank, durch Anleihenkäufe. Er versucht, die Inflation zu bekämpfen, was bei seinen Wählern gut ankommt.
Trump und die Börse: Eine strategische Beziehung
Trump versucht, die Börse für sich zu gewinnen, um im Falle eines Amtsenthebungsverfahrens die Unterstützung der Investoren zu sichern. Seine Social-Media-Kommunikation, insbesondere über True Social, wird von einigen Händlern als Signalquelle genutzt. Ein Beispiel ist das Treffen mit dem Intel-Chef Liputan, das zu einem Kursanstieg der Intel-Aktie führte.
Beispiele für Trumps Einfluss auf einzelne Branchen
- Rüstungsindustrie: Zuerst restriktive Maßnahmen, dann Erhöhung der Militärausgaben – die Kurse steigen.
- Bauindustrie: Zuerst Kritik an hohen Mieten, dann Anreize für Pensionskassen, immobilienbesicherte Anleihen zu kaufen.
- Energiesektor: Aktionen in Venezuela treiben Kurse von Chevron, Schlumberger und anderen Unternehmen nach oben.
Der Venezuela-Deal: Investitionen gegen Ölmengen
Trump will, dass US-Unternehmen wie Exxon und ConocoPhillips ihr Geld aus Venezuela zurückbekommen. Dazu sollen sie in die Ölförderung investieren und aus den geförderten Mengen bezahlt werden. Es gibt Investitionszusagen von rund 100 Milliarden Dollar, aber die Unternehmen fordern Garantien von den USA.
Liquiditätspumpe für den Aktienmarkt
Durch Maßnahmen wie den Kauf von hypothekenbesicherten Anleihen durch Fannie Mae und Freddie Mac wird Liquidität in den amerikanischen Markt gepumpt. Dies geschieht zusätzlich zu den Zinssenkungen und Anleihenkäufen der Notenbank. Ideologie spielt dabei keine Rolle; die Börsen folgen der Logik des Geldes.
Die Berichtssaison der Banken als Thermometer der Wirtschaft
In dieser Woche beginnt die Berichtssaison der Banken. Ihre Zahlen geben Aufschluss über die Verfassung der amerikanischen Wirtschaft. Insbesondere die Kreditausfallrückstellungen sind ein wichtiger Indikator.
Fazit: Kursgewinne durch Trump-Effekt
Viele Kursgewinne sind auf den Trump-Effekt zurückzuführen. Ob Rüstung, Bauindustrie oder Energiesektor – seine Ankündigungen und Maßnahmen beeinflussen die Märkte. Am Ende des Tages ist Ideologie den Börsen egal; sie folgen dem Geld.
Disclaimer: Dieser Artikel dient nur zu Informationszwecken und stellt keine Anlageberatung dar.
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