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Im Podcast Aus dem Cafésatz spricht Zsolt Janos über tägliche Entwicklungen an den Kapitalmärkten. Komplexe Zusammenhänge werden klar, nachvollziehbar und mit langjähriger Erfahrung auf den Punkt gebracht.
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20.01.2026
Ohne seiner Aufdringlichkeit würde keiner über Trump reden
Donald Trump ist überall. Nicht, weil wir ihn dort haben wollen, sondern weil er keinen anderen Ort hat, an dem er existieren kann. Ohne den medialen Dauerstress wäre er nur ein Name in einem alten Branchenbuch. Er erzwingt unsere Aufmerksamkeit, um seiner eigenen Irrelevanz zu entkommen. Ist unsere Empörung in Wahrheit sein wichtigster Treibstoff? Eine Folge über das Paradoxon Trump: Ein Mann, der nur lebt, wenn wir über ihn reden... und dennoch ist er in unseren Portfolios.
Die im Podcast besprochenen Inhalte dienen NUR zu allgemeinen Informationszwecken und stellen unter keinen Umständen eine Empfehlung zum Kauf oder Verkauf bestimmter Anlagen dar und sind somit keine Anlageberatung. Der Vortragende kann das Risikoprofil und die finanzielle Situation einzelner Zuhörer nicht einschätzen. Wer sich aufgrund des im Podcast Besprochenem zum Kauf oder Verkauf von Anlageprodukten / Vermögenswerten entscheidet, tut diese aus eigener Entscheidung und auf eigene Gefahr. Der Vortragende kann daher keine Haftung übernehmen, wenn Sie aufgrund des im Podcast Gesagtem eigene Anlageentscheidungen treffen und dadurch Verluste erleiden.
Zusammenfassung
Ohne seiner Aufdringlichkeit würde keiner über Trump reden
Aktuell scheinen sich alle über Donald Trump und seine Eskapaden, insbesondere in Bezug auf Grönland, zu unterhalten. Doch was steckt wirklich dahinter und welche Auswirkungen hat das Ganze auf die Finanzmärkte?
Trumps Verhalten: Zwischen Wahnsinn und Strategie?
Zsolt Janos beleuchtet in diesem Beitrag die jüngsten Aktionen von Donald Trump. Von bizarren Briefen an den norwegischen Staatschef bis hin zu Äußerungen über Kanada und die Arktis – Trumps Verhalten wirkt oft unberechenbar und egozentrisch. Er scheint sich nicht mehr um Amerika oder wirtschaftliche Themen zu kümmern, sondern nur noch um sein eigenes Ego.
Ein besonders fragwürdiges Vorhaben ist Trumps Plan, einen neuen Friedensrat einzurichten, für den Teilnehmer eine Eintrittsgebühr von 1 Milliarde Dollar zahlen müssten. Brisant: Trump selbst würde als Chairman alle Entscheidungen des Rates überstimmen und das eingenommene Geld verwalten – ohne Angabe, wofür.
Der Einfluss von Roy Cohn: Trumps Lehrmeister
Um Trumps Verhalten besser zu verstehen, empfiehlt Zsolt Janos, sich mit dem Einfluss seines ehemaligen Anwalts Roy Cohn auseinanderzusetzen. Cohn prägte Trump mit folgenden Prinzipien:
- Gebe nie zu, dass du etwas falsch gemacht hast.
- Sei nie in der Verteidigungsrolle, sondern greife immer an.
- Nutze das Rechtssystem als Waffe.
- Manipuliere die Medien.
- Nutze Furcht als Schutzschild und Schwert.
- Bilde eine loyale Gefolgschaft.
Die Auswirkungen auf Europa und die Finanzmärkte
Trumps Politik, insbesondere die angedrohten Zölle, haben erhebliche Auswirkungen auf Europa. Obwohl Trump oft behauptet, die USA würden die Welt subventionieren, ist das Gegenteil der Fall. Europa liefert Produkte nach Amerika und erhält dafür Dollar. Deutschland ist einer der größten Gläubiger der USA, während Amerika der größte Schuldner ist.
Die angedrohten Zölle würden vor allem die Amerikaner treffen, da sie die Kosten für viele Produkte tragen müssten. Betroffen wären insbesondere Produkte, bei denen Europa ein Alleinstellungsmerkmal oder einen Marktanteil von über 90 Prozent in Amerika hat.
Europa hat jedoch auch Waffen in der Hand, beispielsweise die großen Anleihenpositionen. Sollte Trump es zu weit treiben, könnten europäische Länder amerikanische Anleihen auf den Markt werfen und die Anleihenrenditen in die Höhe treiben. Das Europäische Parlament hat bereits das ausverhandelte Zollabkommen mit Amerika ausgesetzt.
Sollten die Kurse an den Aktien- und Anleihenmärkten fallen, ist es wahrscheinlich, dass Trump wieder einen Rückzieher macht.
Grönland, Dänemark und die Achillesferse des amerikanischen Systems
Trumps Interesse an Grönland, das er bereits mehrfach zu kaufen versuchte, ist nicht neu. Allerdings stellt sich die Frage, was die USA mit der Insel anfangen könnten. Die USA verfügen kaum über die notwendige Infrastruktur und Kapazität, um Grönland zu nutzen.
Die dänische Antwort, sie würden Kalifornien kaufen, verdeutlicht die Absurdität der Situation. Zudem zeigt Trumps Verhalten gegenüber Dänemark, einem langjährigen und loyalen Verbündeten, die Achillesferse des amerikanischen Systems. Andere Länder könnten sich nun fragen, ob eine Partnerschaft mit den USA überhaupt noch etwas wert ist.
Fazit: Eine Zeit der Unsicherheit und des Widerstands
Die aktuelle Situation ist von Unsicherheit und Unberechenbarkeit geprägt. Es ist wichtig, dass Europa Widerstand leistet und sich nicht von Trumps Politik unterkriegen lässt. Nur so kann verhindert werden, dass die Weltpolitik zur reinen Clownerie verkommt.
Die saisonale Statistik zeigt, dass Ende Januar normalerweise die Kurse ein wenig nachgeben, um dann im Februar wieder zu steigen. Es bleibt abzuwarten, wie sich die Situation weiterentwickelt und ob Trump tatsächlich einen Rückzieher macht.
Es ist wichtig, die Entwicklungen genau zu beobachten und sich entsprechend zu positionieren. Die Finanzmärkte sind volatil und es ist ratsam, sich professionell beraten zu lassen.
Wichtiger Hinweis: Die genannten Zahlen sind Schätzungen und können je nach Quelle variieren.
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