Podcast

Im Podcast Aus dem Cafésatz spricht Zsolt Janos über tägliche Entwicklungen an den Kapitalmärkten. Komplexe Zusammenhänge werden klar, nachvollziehbar und mit langjähriger Erfahrung auf den Punkt gebracht.

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24.11.2025

Wie groß ist der technische Schaden?

Wie stark wirken sich die Bremsspuren der vergangenen Woche auf die Börsen aus? Die zentrale Frage lautet nun: Wie groß ist der technische Schaden wirklich?
Gleichzeitig ist es spannend zu beobachten, wie heftig – und teilweise fast schon aus einer Art Glaubensecke heraus – die Krypto-Jünger auf Kommentare zu diesem Marktsegment reagieren.

Die im Podcast besprochenen Inhalte dienen NUR zu allgemeinen Informationszwecken und stellen unter keinen Umständen eine Empfehlung zum Kauf oder Verkauf bestimmter Anlagen dar und sind somit keine Anlageberatung. Der Vortragende kann das Risikoprofil und die finanzielle Situation einzelner Zuhörer nicht einschätzen. Wer sich aufgrund des im Podcast Besprochenem zum Kauf oder Verkauf von Anlageprodukten / Vermögenswerten entscheidet, tut diese aus eigener Entscheidung und auf eigene Gefahr. Der Vortragende kann daher keine Haftung übernehmen, wenn Sie aufgrund des im Podcast Gesagtem eigene Anlageentscheidungen treffen und dadurch Verluste erleiden.

Zusammenfassung

Wie groß ist der technische Schaden? Eine Analyse der aktuellen Marktlage

Willkommen zu einer neuen Analyse der aktuellen Kapitalmarkt- und Wirtschaftsfragen. In dieser Woche betrachten wir die Bewegungen an den Märkten und die Reaktionen darauf, insbesondere im Krypto-Bereich. Außerdem gehen wir auf die vier Gs von André Kostolany ein und analysieren die globale Wirtschaftslage.

Die Reaktion auf Krypto-Analysen

Es ist faszinierend zu beobachten, wie schnell und intensiv die Krypto-Community auf Analysen reagiert. Im Gegensatz zu traditionellen Märkten, lösen Aussagen über Bitcoin und Co. oft heftige Diskussionen aus. Zsolt Janos betont, dass diese Reaktionen oft mehr über den Absender aussagen als über den Inhalt der Analyse selbst.

Die vier Gs von André Kostolany

Zsolt Janos orientiert sich bei seinen Kapitalanlageentscheidungen an den vier Gs von André Kostolany:

  • Geld: Woher kommt das Geld, das ich anlege? Idealerweise aus eigener Arbeit und Fähigkeit.
  • Gedanken: Habe ich mir umfassende Gedanken über die Vor- und Nachteile meiner Investments gemacht?
  • Geduld: Bin ich geduldig und betrachte die Entwicklungen in Ruhe?
  • Glück: Gehört auch Glück dazu, da unvorhersehbare Entwicklungen passieren können?

Auch Größen wie Michael Burry brauchen Glück, um mit ihren Einschätzungen richtig zu liegen. Timing ist alles, und selbst die beste Analyse kann durch unvorhergesehene Ereignisse beeinflusst werden.

Die Nervosität an den Märkten

Die Erwartungen bezüglich Zinserhöhungen oder -senkungen bewegen sich derzeit wie Daytrading-Kurse. Die Nervosität ist groß. Ein Beispiel: Nach einer Andeutung eines amerikanischen Notenbankers stieg die Wahrscheinlichkeit für Zinssenkungen sprunghaft an. Wer sich dessen bewusst ist und sich an den vier Gs orientiert, kann emotional getriebene Reaktionen vermeiden und die Märkte nüchterner betrachten.

Fakten rund um die Märkte

Die Fakten sehen relativ gut aus: Die Quartalsmeldungen der Unternehmen waren top, die Gewinnrevisionen nach oben stark. Die Inflation steigt nicht so stark an, auch wenn die Inflationsfrage immer ein verzerrtes Bild ist. Ein Konsument in Amerika berichtete, dass die Preise astronomisch sind, was bedeutet, dass Unternehmen sehr gut verdienen und die wohlhabende Schicht in der Lage ist, den Konsum aufrechtzuerhalten.

Die amerikanische Wirtschaft wächst, und globale Liquiditätspakete werden vorbereitet. Notenbanken denken über die Einstellung der Bilanzsenkungsprogramme nach, und Konjunkturpakete werden geschnürt. Weltweit wurden Zinssenkungen gesehen. Das Problem ist, dass Menschen ohne Reserven kaum davon profitieren.

Emotionale Ausbrüche und Bauchgefühl

Zsolt Janos betont, dass emotionale Ausbrüche bei ihm nicht das bewirken, was die Absender vielleicht bezwecken. Er beschäftigt sich mit sich selbst und seinen Analysen. Auch das Bauchgefühl sollte man nicht überbewerten, da es oft nur ein Echo unserer Gedanken ist. Es lohnt sich, die emotionale Fremdbestimmtheit abzudrehen und sich nicht von äußeren Zurufen steuern zu lassen.

Die Zeit zwischen einem Reiz von außen und der eigenen Reaktion ist die Freiheit, sich selbst im Griff zu haben.

KI-Infrastruktur: Investitionsblase statt KI-Blase

Zsolt Janos spricht nicht mehr von einer KI-Blase, sondern von einer Investitionsblase um die KI-Infrastruktur herum. Die KI selbst entwickelt sich rasant weiter und ist faszinierend.

Fazit

Die aktuelle Marktlage ist von Nervosität und Unsicherheit geprägt. Es ist wichtig, sich nicht von Emotionen leiten zu lassen, sondern sich an Fakten und soliden Prinzipien wie den vier Gs von André Kostolany zu orientieren. Eine umfassende Analyse der Marktlage und ein nüchterner Blick auf die Fakten helfen, fundierte Entscheidungen zu treffen.

Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Jede Investitionsentscheidung sollte auf Basis einer individuellen Beratung und eigenen Recherche getroffen werden.

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