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Im Podcast Aus dem Cafésatz spricht Zsolt Janos über tägliche Entwicklungen an den Kapitalmärkten. Komplexe Zusammenhänge werden klar, nachvollziehbar und mit langjähriger Erfahrung auf den Punkt gebracht.

Beliebteste Episoden der letzten 30 Tage:

08.01.2026

Trump treibt die einzelnen Sektoren des Marktes vor sich her

Zwischen Post und Profit: Regiert Donald Trump die Märkte per Mausklick? In dieser Folge analysieren wir das Phänomen der ‚Trump-Volatility‘ im Jahr 2026. Eine spontane Bemerkung auf Social Media genügt, um ganze Sektoren – von Tech bis Rohstoffe – ins Beben zu versetzen. Doch während die Märkte kurzzeitig reagieren, häufen sich Berichte über auffällige Insider-Transaktionen im Umfeld der Macht. Wir gehen der brennenden Frage nach: Nutzt der US-Präsident die Börse als Instrument seiner Politik oder ist das bereits systematischer Insiderhandel? Darf er das rechtlich überhaupt – und wer profitiert wirklich von diesem Chaos?

Die im Podcast besprochenen Inhalte dienen NUR zu allgemeinen Informationszwecken und stellen unter keinen Umständen eine Empfehlung zum Kauf oder Verkauf bestimmter Anlagen dar und sind somit keine Anlageberatung. Der Vortragende kann das Risikoprofil und die finanzielle Situation einzelner Zuhörer nicht einschätzen. Wer sich aufgrund des im Podcast Besprochenem zum Kauf oder Verkauf von Anlageprodukten / Vermögenswerten entscheidet, tut diese aus eigener Entscheidung und auf eigene Gefahr. Der Vortragende kann daher keine Haftung übernehmen, wenn Sie aufgrund des im Podcast Gesagtem eigene Anlageentscheidungen treffen und dadurch Verluste erleiden.

Zusammenfassung

Trump treibt die einzelnen Sektoren des Marktes vor sich her

Donald Trump scheint auch im neuen Jahr die Finanzmärkte aktiv zu beeinflussen. Mit überraschenden Ankündigungen und politischen Schachzügen sorgt er für Unruhe und treibt einzelne Sektoren vor sich her. Was bedeutet das für Anleger in Österreich und Deutschland?

Trumps Taktik: Überraschung und Intervention

Der US-Präsident scheint eine Strategie der ständigen Überraschung zu verfolgen. Kaum haben sich die Märkte an ein Thema gewöhnt, folgt bereits die nächste Ankündigung. Diese Taktik zielt darauf ab, die Agenda zu bestimmen und die Aufmerksamkeit auf bestimmte Bereiche zu lenken.

Der Fall Blackstone: Ein Vorgeschmack auf kommende Interventionen?

Ein Beispiel für Trumps Einfluss ist der plötzliche Kurssturz der Blackstone-Aktie. Gerüchte über geplante Beschränkungen für institutionelle Investoren im Wohnungsmarkt führten zu Unsicherheit und Verkäufen. Trump plant, institutionellen Investoren den Kauf von privaten Häusern und Wohnungen zu verbieten, um steigende Mietpreise zu bekämpfen. Die Aktie fiel, bevor die Meldung überhaupt offiziell war. Das wirft Fragen nach Insiderinformationen auf.

Preiskontrollen und die Nixon-Ära: Eine düstere Erinnerung

Trumps Äußerungen über Preiskontrollen wecken Erinnerungen an die Nixon-Ära, die von ähnlichen Maßnahmen und einem von der Regierung gesteuerten Notenbankchef geprägt war. Ende Jänner wird erwartet, dass ein neuer Notenbankchef vorgestellt wird. Die Wettbüros sehen Hazard und Walsh mit je 50% Wahrscheinlichkeit vorne. Diese Personalie wird entscheidenden Einfluss auf die Renditen der Staatsanleihen haben, die Trump ebenfalls im Auge behalten muss.

Venezuela und der Ölmarkt: Ein geopolitisches Spiel

Auch im Ölmarkt mischt Trump aktiv mit. Die geplante Freigabe von 30 bis 50 Millionen Barrel Öl aus Venezuela sorgt für Diskussionen. Ursprünglich war von einer Schenkung die Rede, doch das Weiße Haus ruderte zurück. Stattdessen sollen die Sanktionen gelockert und der Verkauf des venezolanischen Öls von den USA übernommen werden. Die Einnahmen sollen vorerst nicht an Venezuela fließen. Dies ist ein Versuch, Russland und China vom venezolanischen Ölmarkt auszuschließen und die Energieversorgungspolitik zu beeinflussen.

Russland unter Druck: Ein verändertes Kräfteverhältnis?

Im Hintergrund spielt sich ein weiteres geopolitisches Spiel ab. Russland scheint kurzfristig einige strategische Vorteile zu verlieren. Die Ukraine erhält feste Zusagen der Unterstützung von Amerika. Ein Tanker unter iranischer Flagge, der unter russischer Eskorte Richtung Norden fuhr, wurde von den USA beschlagnahmt. Venezuela gerät zunehmend unter amerikanischen Einfluss. All dies deutet auf ein verändertes Kräfteverhältnis hin.

Seltene Erden und Rohstoffe: China im Visier

Trump versucht, den Druck auf China zu erhöhen. Er zielt darauf ab, Chinas Dominanz bei den Seltenen Erden und Rohstoffen zu untergraben, indem er den Ölmarkt als Druckmittel einsetzt. Die größten Ölreserven liegen in Venezuela und im Iran. Wenn Trump es gelingt, diese unter seine Kontrolle zu bringen, könnte Amerika einen erheblichen Teil des globalen Ölmarktes beherrschen.

Apropos Rohstoffe: Tungsten, eine seltene Erde, ist im vergangenen Jahr um 243 Prozent gestiegen.

Weitere Herausforderungen: Zölle, Shutdown und Umschuldungswelle

Neben den genannten Themen stehen weitere Herausforderungen an. Der Oberste Gerichtshof wird über die Rechtmäßigkeit der von Trump eingeführten Zölle entscheiden. Bei Ablehnung drohen Rückzahlungen in Höhe von rund 149 Milliarden Dollar. Ende Jänner könnte ein Shutdown drohen. Zudem rollt eine riesige Umschuldungswelle auf die Amerikaner zu, da ein Großteil der Staatsschulden refinanziert werden muss.

Fazit

Donald Trump bleibt ein unberechenbarer Faktor an den Finanzmärkten. Seine Politik der Überraschung und Interventionen sorgt für Volatilität und beeinflusst einzelne Sektoren massiv. Anleger in Österreich und Deutschland sollten die Entwicklungen aufmerksam verfolgen und ihre Anlagestrategien entsprechend anpassen.

Zsolt Janos analysiert regelmäßig die aktuellen Entwicklungen an den Kapitalmärkten und steht Ihnen für Fragen gerne zur Verfügung.

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