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Im Podcast Aus dem Cafésatz spricht Zsolt Janos über tägliche Entwicklungen an den Kapitalmärkten. Komplexe Zusammenhänge werden klar, nachvollziehbar und mit langjähriger Erfahrung auf den Punkt gebracht.

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07.01.2026

KI Fantasien vor dem wichtigen Schritt in die Realität

Lange Zeit war Künstliche Intelligenz das Spielfeld der Visionäre und Träumer – geprägt von kühnen Versprechungen und technischer Euphorie. Doch das Jahr 2026 markiert einen Wendepunkt: Der Vorhang der Spekulation fällt. Heute stellt sich für KI-Innovatoren nicht mehr die Frage, was technisch denkbar ist, sondern was wirtschaftlich besteht. In dieser Folge untersuchen wir den harten Realitätscheck der Branche: Wem gelingt der entscheidende Schritt aus der Fantasie direkt in die Wertschöpfungsketten der realen Wirtschaft? Wir analysieren, warum purer Innovationsgeist allein nicht mehr ausreicht und warum am Ende nur jene Akteure überleben werden, die bestehende Strukturen nicht nur herausfordern, sondern sie mit echtem, messbarem Nutzen gewinnbringend ergänzen. Von der Theorie in die Praxis, vom Hype zum Ertrag – steigen wir ein.

Die im Podcast besprochenen Inhalte dienen NUR zu allgemeinen Informationszwecken und stellen unter keinen Umständen eine Empfehlung zum Kauf oder Verkauf bestimmter Anlagen dar und sind somit keine Anlageberatung. Der Vortragende kann das Risikoprofil und die finanzielle Situation einzelner Zuhörer nicht einschätzen. Wer sich aufgrund des im Podcast Besprochenem zum Kauf oder Verkauf von Anlageprodukten / Vermögenswerten entscheidet, tut diese aus eigener Entscheidung und auf eigene Gefahr. Der Vortragende kann daher keine Haftung übernehmen, wenn Sie aufgrund des im Podcast Gesagtem eigene Anlageentscheidungen treffen und dadurch Verluste erleiden.

Zusammenfassung

KI Fantasien vor dem wichtigen Schritt in die Realität

Ein spannender Start in das Jahr mit vielen neuen Entwicklungen an den Kapitalmärkten. Der Dow Jones hat erstmals die 40.000 Punkte überschritten, und auch der DAX ist nicht weit davon entfernt. Doch was bedeutet das für Anleger in Österreich und Deutschland? Zsolt Janos gibt Einblicke in die aktuelle Marktsituation und die Rolle von Innovationen, insbesondere im Bereich der Künstlichen Intelligenz (KI).

Globale Märkte im Blick

Es ist wichtig, das Gesamtbild im Auge zu behalten. Der amerikanische Markt mag zwar viel Aufmerksamkeit erregen, war aber in den letzten Jahren nicht der Top-Performer. Viele andere Märkte, auch in Europa, haben deutlich besser abgeschnitten. Eine breite und globale Diversifizierung des Portfolios ist daher entscheidend, anstatt sich auf einzelne Nischen zu konzentrieren.

Langfristiges Wachstum und die Rolle von Innovationen

Die Börsen steigen langfristig, besonders jene, die echten Mehrwert bieten. Zsolt Janos hat sich über die Weihnachtsfeiertage intensiv mit Analysten und Technikexperten ausgetauscht, um die Innovationswelle im Tech- und KI-Sektor zu beleuchten. Dabei wurde deutlich, dass Innovationen oft zuerst in einem kleinen Kreis gehypt werden und dann idealerweise von börsennotierten Unternehmen aufgegriffen werden. Das führt zunächst zu einer spekulativen Entwicklung.

Die Innovationswelle: Spekulation vs. Nachhaltiger Nutzen

Nicht immer sind die Innovatoren die langfristigen Gewinner. Es ist entscheidend, dass Innovationen in bestehende, solide Geschäftsmodelle integriert werden und einen echten Nutzen bringen. Gelingt dies nicht, verschwinden die Innovationen oft wieder, und die Preise stürzen ab. Die Blockchain-Technologie ist ein Beispiel dafür: Während die Technologie selbst in vielen Bereichen nützlich ist, wird der Massennutzen vieler Coins, allen voran Bitcoin, in Frage gestellt.

Die Bipolarität der Börsen

Die Börsen zeigen derzeit eine bipolare Entwicklung. Einerseits kämpfen traditionelle Unternehmen ohne Innovationen mit sinkenden Kursen und Finanzierungsproblemen. Andererseits erlebt der Technologiesektor, insbesondere im Bereich KI, ein starkes Wachstum. Laut dem Analysten Joe Davis können technologische Innovationen, die in bestehende Geschäftsmodelle integriert werden, eine siebenfach stärkere positive Wirkung haben als normale Wirtschaftsentwicklungen.

KI: Von der Fantasie zum Return on Investment (ROI)

Auf der Consumer Electronics Show (CES) in Las Vegas wurde deutlich, dass es im Jahr 2026 nicht mehr nur um KI-Fantasien geht, sondern um den konkreten Return on Investment (ROI). Unternehmen, die Geld für KI-Innovationen suchen, müssen aufzeigen, welchen Nutzen bestehende Geschäftsmodelle oder neue Ideen aus dieser Technologie ziehen können. Die Frage nach dem Nutzen wird immer wichtiger und wird oft mit der Dotcom-Blase verglichen.

Lernen aus der Dotcom-Blase

In der Dotcom-Blase konnten Unternehmen, die auf das Internet setzten, kurzfristig Kursgewinne erzielen. Nachhaltig erfolgreich waren jedoch nur jene, die das Internet in ihre Geschäftsmodelle integrierten, um sie schneller, leistungsfähiger und gewinnbringender zu machen. Ein Beispiel hierfür ist Amazon, das nicht nur auf das Internet setzte, sondern einen echten Nutzen bot.

Portfolioanalyse: Jäger und Sammlerzeit vorbei

Viele Privatanleger haben im Laufe der Zeit ein Sammelsurium an Investments angesammelt. Es ist wichtig, das Portfolio regelmäßig zu überprüfen und zu hinterfragen, ob die einzelnen Bestandteile noch zur aktuellen Situation passen und ob sie eine Perspektive auf nachhaltiges Wachstum bieten. Handelt es sich um innovative Ideen, die den Sprung in die „Old Economy“ geschafft haben?

KI im Alltag: Der Coca-Cola-Effekt

Die KI-Thematik rückt immer näher an den User heran. Ähnlich wie Coca-Cola von der Erfindung des Kühlschranks profitierte oder Smartphones von Apps, wird die KI-Technologie durch Plattformen und Anwendungen zugänglich gemacht. Die Frage ist: Wer wird die nächste Plattform bauen, die die robotisierte Welt beherrschen kann?

Fazit

Neue spekulative Wellen erfordern eine genaue Analyse. Gelingt es einer Innovation, in die bestehende Wirtschaftsstruktur einzusickern, ist dies langfristig interessant. Die „Old Economy“, die es schafft, neue Innovationen einzubauen, wird stark weiterwachsen. Es lohnt sich, das eigene Portfolio regelmäßig aus diesem Blickwinkel zu beleuchten.

Es ist ratsam, sich ein bis zweimal im Jahr mit einem neutralen Berater zusammenzusetzen und die einzelnen Portfoliobestandteile zu analysieren.

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