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Im Podcast Aus dem Cafésatz spricht Zsolt Janos über tägliche Entwicklungen an den Kapitalmärkten. Komplexe Zusammenhänge werden klar, nachvollziehbar und mit langjähriger Erfahrung auf den Punkt gebracht.

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06.01.2026

Die Märkte haben die Venezuela Strory schnell verarbeitet

Venezuela – ein Land zwischen ideologischen Fronten und politischen Machtkämpfen. Doch abseits der lautstarken Diskussionen in Talkshows und Parlamenten gibt es eine leisere, aber weitaus effizientere Instanz: den Markt. Während die Politik noch nach Worten ringt, haben die Algorithmen und Investoren die 'Akte Venezuela' längst verarbeitet. Wie sieht diese neue Realität der Märkte aus? Und was wissen die Börsen, was die Politik noch ignoriert? 

Die im Podcast besprochenen Inhalte dienen NUR zu allgemeinen Informationszwecken und stellen unter keinen Umständen eine Empfehlung zum Kauf oder Verkauf bestimmter Anlagen dar und sind somit keine Anlageberatung. Der Vortragende kann das Risikoprofil und die finanzielle Situation einzelner Zuhörer nicht einschätzen. Wer sich aufgrund des im Podcast Besprochenem zum Kauf oder Verkauf von Anlageprodukten / Vermögenswerten entscheidet, tut diese aus eigener Entscheidung und auf eigene Gefahr. Der Vortragende kann daher keine Haftung übernehmen, wenn Sie aufgrund des im Podcast Gesagtem eigene Anlageentscheidungen treffen und dadurch Verluste erleiden.

Zusammenfassung

Venezuela und die Kapitalmärkte: Eine schnelle Verarbeitung

Die aktuellen Schlagzeilen werden von der Frage dominiert, wie die Aktion der Amerikaner in Venezuela einzuordnen ist. Viele betrachten die Situation aus ideologischer oder politischer Sicht. Zsolt Janos beleuchtet die Ereignisse aus dem Blickwinkel des Kapitalmarktes und vergleicht die aktuelle Situation mit ähnlichen Fällen in der Vergangenheit.

Historische Vergleiche: Panama und der Chuck Norris Effekt

Als Vergleichsbeispiele wurden zunächst Irak und Afghanistan genannt. Doch auch Lateinamerika bietet Vergleichspunkte, wie die Invasion in Panama Ende der 80er Jahre. Die Angst vor sozialistisch positionierten Regierungen in Südamerika war stets präsent.

Die Panama-Invasion dauerte mehrere Tage, und Manuel Noriega wurde entfernt, in Amerika inhaftiert und Drogenhandel und Korruption vorgeworfen – ähnliche Themen wie bei Maduro. Ein Analyst sprach von einem „Chuck Norris Effekt“ in den Märkten, der eine Risikoprämie im Ölmarkt auslösen könnte.

Korruption und die Entfernung von Diktatoren

Die Frage, wie man korrupte Diktatoren völkerrechtskonform entfernen kann, ist komplex. Die Ideologie sieht vor, dass dies von den eigenen Bürgern geschehen muss, notfalls auch durch einen Bürgerkrieg. Das Vorgehen von außen ist problematisch, da die Frage aufkommt, wer das Recht dazu hat.

Die Reaktion der Märkte

Ähnlich wie bei früheren Krisen bauten sich Spannungen im Vorfeld auf, was zu fallenden Kursen führte. Nach dem Start der Aktion in Venezuela erholten sich die Märkte jedoch stark. Nach der Panama-Invasion folgte jedoch eine Ernüchterung, und die Märkte fielen um etwa 10 Prozent bis Ende Februar.

Ölmarkt und geopolitische Risiken

Die erste Euphorie über sinkende Ölpreise und geringere Inflation weicht der Erkenntnis, dass Venezuela die potenziellen Ausfälle durch einen Konflikt mit dem Iran nicht kompensieren könnte. Venezuela fördert schätzungsweise zwischen 700.000 und 1 Million Barrel pro Tag, wovon ein Drittel von Chevron gefördert wird. Selbst eine Verdopplung oder Verdreifachung dieser Menge würde den Weltmarkt kaum beeinflussen.

Kommunikation und Strategie

Die Kommunikation innerhalb der Trump-Administration wirkt nicht abgestimmt. Während Trump selbst die Kontrolle über Venezuela signalisiert, betonen andere die Begrenzung des Engagements. Die Ablehnung der UNO durch Trump und seine Denkstrukturen spielt ebenfalls eine Rolle.

Der Papa John's Pizza Index und militärische Vorbereitungen

Ein interessanter neuer Index, der sogenannte Papa John's Pizza Index, deutet auf erhöhte militärische Aktivitäten hin. Demnach sind die Bestellungen bei Papa John's Pizza in der Nähe des Pentagons vor der Aktion in Venezuela stark angestiegen. Auch der Abtransport von Material aus Venezuela Richtung England und Iran deutet auf weitere Pläne hin.

KI und technologische Innovationen

Neben den geopolitischen Ereignissen gibt es auch positive Nachrichten aus dem Technologiesektor. Die CES in Las Vegas startet, und Unternehmen wie Nvidia, AMD, Foxconn und Samsung melden positive Entwicklungen. Samsung wird seine neuen Galaxy Smartphones mit den AI-Systemen von Google ausstatten.

Autonome Fahrzeuge in London

Ab Februar oder März werden in London autonome Fahrzeuge von Google (Waymo) und Baidu getestet. Tesla spielt in diesem Bereich derzeit eine untergeordnete Rolle.

Fazit

Die Kapitalmärkte haben die Venezuela-Story schnell verarbeitet, doch die langfristigen Auswirkungen sind noch ungewiss. Geopolitische Risiken, insbesondere im Ölmarkt, und technologische Innovationen bleiben wichtige Faktoren für die weitere Entwicklung.

Es zeigt sich, dass die Weltwirtschaft ein komplexes Zusammenspiel verschiedener Faktoren ist. Nur wer die Zusammenhänge versteht, kann fundierte Entscheidungen treffen.

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