Podcast

Im Podcast Aus dem Cafésatz spricht Zsolt Janos über tägliche Entwicklungen an den Kapitalmärkten. Komplexe Zusammenhänge werden klar, nachvollziehbar und mit langjähriger Erfahrung auf den Punkt gebracht.

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29.01.2026

Die wichtigsten Fragen der Anleger

Heute schauen wir hinter die Kulissen der Finanzwelt und klären die Fronten: Regulierung vs. Wildwest-Fantasie. Während die Krypto-Branche oft noch im „Alles ist möglich“-Modus operiert, bietet die klassische, regulierte Welt einen entscheidenden Vorteil: Radikale Transparenz. Wir sprechen darüber, warum es so wichtig ist, schwarz auf weiß zu sehen, wie viel von deinem Euro wirklich investiert wird und welcher Anteil in den Taschen der Industrie verschwindet. Natürlich schreit die Branche regelmäßig nach „Entbürokratisierung“. Aber steckt dahinter der Wunsch nach Innovation – oder die Sehnsucht nach Zeiten, in denen man Anlegern noch bunte Storys statt harter Fakten verkaufen konnte?

Die im Podcast besprochenen Inhalte dienen NUR zu allgemeinen Informationszwecken und stellen unter keinen Umständen eine Empfehlung zum Kauf oder Verkauf bestimmter Anlagen dar und sind somit keine Anlageberatung. Der Vortragende kann das Risikoprofil und die finanzielle Situation einzelner Zuhörer nicht einschätzen. Wer sich aufgrund des im Podcast Besprochenem zum Kauf oder Verkauf von Anlageprodukten / Vermögenswerten entscheidet, tut diese aus eigener Entscheidung und auf eigene Gefahr. Der Vortragende kann daher keine Haftung übernehmen, wenn Sie aufgrund des im Podcast Gesagtem eigene Anlageentscheidungen treffen und dadurch Verluste erleiden.

Zusammenfassung

Die wichtigsten Anlegerfragen angesichts der aktuellen Marktlage

In der aktuellen Podcast-Episode geht Zsolt Janos auf zentrale Fragen ein, die sich Anleger im derzeitigen Kapitalmarktumfeld stellen sollten. Im Fokus stehen die Entwicklung des US-Dollars, die Bedeutung von Regulatorik und Transparenz sowie die Risiken und Chancen verschiedener Anlageformen.

Der US-Dollar im Wandel: Was bedeutet das für Anleger?

Zsolt Janos beleuchtet die aktuelle Situation des US-Dollars und dessen mögliche Auswirkungen auf Anlegerportfolios. Er erklärt, dass der Markt sich zunehmend mit der Risikodiversifikation in andere Währungen auseinandersetzt. Dies führt dazu, dass weniger neue US-Dollar-Anleihen gekauft und bestehende Positionen hinterfragt werden.

"Habe ich nur eine US-Dollar-Position, quasi ein Versprechen gekauft, oder habe ich echte innere Werte gekauft, die dann in US-Dollar bewertet werden?", fragt Zsolt Janos. Er betont, dass die Frage nach dem inneren Wert von Anlagen wichtiger denn je wird.

Der Dollar-Index, der die Stärke des US-Dollars misst, wertet derzeit eindeutig ab. Dies ist besonders relevant, da die Welt traditionell in Krisenzeiten auf den US-Dollar als sicheren Hafen gesetzt hat – eine Rolle, die er aktuell nicht mehr auszufüllen scheint.

Regulatorik und Transparenz: Fluch oder Segen für Anleger?

Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Rolle der Regulatorik. Zsolt Janos erläutert, warum Unternehmen mit finanziellen Schwierigkeiten nicht einfach neue Anleihen ausgeben können, um alte zu bedienen, wie es Staaten oft tun. Die zunehmende Transparenz und Regulierung der letzten Jahre verhindern solche Praktiken. Früher wurden problematische Finanzierungen oft umverpackt und mit neuen Geschichten an Anleger verkauft, was in der Finanzkrise deutlich wurde. Heute müssen Anleger umfassend informiert werden, wofür ihr Geld tatsächlich verwendet wird.

Achtung: Höhere Zinsen bedeuten immer höheres Risiko! Auch hohe Provisionen für den Vertrieb bestimmter Produkte können ein Warnsignal sein.

Die Regulatorik soll Anleger schützen, indem sie verhindert, dass ihnen unrealistische Versprechungen gemacht werden. Es liegt aber auch in der Verantwortung jedes Einzelnen, kritische Fragen zu stellen und sich nicht nur von Renditeversprechen blenden zu lassen.

Private Equity und die Suche nach dem "krönenden Dummen"

Zsolt Janos geht auch auf den Private-Equity-Bereich ein, wo mit Gewinnmöglichkeiten vor Börsengängen geworben wird. Das Exit-Szenario, also der Verkauf der Firmenbeteiligung an der Börse, wird oft als "Lucky Punch" dargestellt. Allerdings birgt diese Anlageform auch Risiken, da das Eigenkapital im Falle von Problemen erst nach Banken und anderen Kreditgebern bedient wird.

"Es wird die Perspektive erzählt, wie viel Gewinn möglich ist. Und gerade im Private Equity Sektor wird massiv mit den Vorbörsengang Gewinnmöglichkeiten geworben."

Europa und Indien: Eine neue globale Partnerschaft

Abschließend erwähnt Zsolt Janos die neue enge Kooperation zwischen Europa und Indien, die er als "Mutter aller Deals" bezeichnet. Diese Partnerschaft ist ein Zeichen dafür, dass sich Regionen weltweit nach Alternativen zur Dollar-Kooperation umsehen und unabhängiger werden wollen.

Fazit: Hinterfragen Sie Ihre Anlagen und bleiben Sie kritisch

Die aktuelle Marktlage erfordert von Anlegern ein hohes Maß an Aufmerksamkeit und kritischem Denken. Hinterfragen Sie Ihre Anlagen, informieren Sie sich über die Risiken und Chancen und lassen Sie sich nicht von unrealistischen Versprechungen blenden. Die Regulatorik bietet Schutz, aber die Eigenverantwortung ist ebenso wichtig.

Die wichtigsten Fragen, die Sie sich stellen sollten:

  • Welchen inneren Wert hat meine Anlage?
  • Was passiert mit meinem Geld?
  • Worauf ist das Geschäftsmodell aufgebaut?

Nur wer diese Fragen beantworten kann, ist in der Lage, fundierte Anlageentscheidungen zu treffen und sein Portfolio vor unliebsamen Überraschungen zu schützen.

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