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Im Podcast Aus dem Cafésatz spricht Zsolt Janos über tägliche Entwicklungen an den Kapitalmärkten. Komplexe Zusammenhänge werden klar, nachvollziehbar und mit langjähriger Erfahrung auf den Punkt gebracht.

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13.11.2025

Die KI Blase versorgt auch Zombie Unternehmen mit Geld

Heute tauchen wir tief ein in die Schattenseiten des aktuellen KI-Hypes.
Denn während die Schlagzeilen von Milliardenbewertungen und technologischen Durchbrüchen sprechen, wächst im Hintergrund etwas anderes mit: Zombi-Unternehmen, die vom Boom zehren, ohne echte Substanz zu haben.

Die Energiefrage macht das besonders deutlich:
Um die geplanten KI-Systeme mit Strom zu versorgen, bräuchte es – konservativ gerechnet – rund 40 zusätzliche Atomkraftwerke weltweit. Eine Zahl, die zeigt, wie unrealistisch die aktuelle Wachstumserzählung vieler KI-Firmen ist.

Doch was passiert, wenn Energie plötzlich zum neuen Gold wird?
Dann entstehen neue “Wachstumsstories” – Firmen, die versprechen, das Energieproblem der KI zu lösen, aber noch keine einzige Anlage gebaut haben. Und trotzdem fließt das Geld – oft aus dem Private-Equity-Sektor, wo die Hoffnung auf den nächsten großen Coup größer ist als der Blick auf reale Fortschritte.

In dieser Folge schauen wir genauer hin:
Wie viel davon ist echte Innovation – und wie viel ist nur die nächste Blase im Schatten der künstlichen Intelligenz?

Die im Podcast besprochenen Inhalte dienen NUR zu allgemeinen Informationszwecken und stellen unter keinen Umständen eine Empfehlung zum Kauf oder Verkauf bestimmter Anlagen dar und sind somit keine Anlageberatung. Der Vortragende kann das Risikoprofil und die finanzielle Situation einzelner Zuhörer nicht einschätzen. Wer sich aufgrund des im Podcast Besprochenem zum Kauf oder Verkauf von Anlageprodukten / Vermögenswerten entscheidet, tut diese aus eigener Entscheidung und auf eigene Gefahr. Der Vortragende kann daher keine Haftung übernehmen, wenn Sie aufgrund des im Podcast Gesagtem eigene Anlageentscheidungen treffen und dadurch Verluste erleiden.

Zusammenfassung

Die KI-Blase versorgt auch Zombie-Unternehmen mit Geld

Die Künstliche Intelligenz (KI) ist derzeit in aller Munde und treibt die Kurse an den Kapitalmärkten. Doch birgt diese Euphorie auch Gefahren? In dieser Analyse beleuchtet Zsolt Janos, ob die KI-Blase auch sogenannte Zombie-Unternehmen mit frischem Kapital versorgt und wie Anleger sich vor potenziellen Risiken schützen können.

Die Sogwirkung der KI-Thematik

Viele Anleger werden derzeit aufmerksam auf die KI-Thematik und überlegen, in diesen Bereich zu investieren. Besonders nach Meldungen wie denen von AMD, die für die nächsten Jahre unfassbare Gewinne prognostizieren, steigt das Interesse. Doch Vorsicht ist geboten!

Zsolt Janos betont, dass Anleger, die eigentlich für konservative Core Investments geeignet wären, dazu tendieren, direkt in volatile Satelliten-Investments im KI-Bereich einzusteigen – oft mit zu hohen Beträgen im Verhältnis zum Gesamtportfolio.

Warum steigen die Kurse überhaupt?

Es ist wichtig zu verstehen, warum bestimmte Bereiche im Portfolio steigen und ob dieses Wachstum gesund ist. Anleger sollten sich auf verschiedene Szenarien vorbereiten und nicht nur positive Entwicklungen erwarten.

Memento mori – sich auch negative Szenarien vorzustellen, kann helfen, die Risiken besser einzuschätzen. Was passiert, wenn die Kurse, wie nach dem Platzen der Dotcom-Blase, um 70, 80 oder sogar 95 Prozent fallen?

Wie viel KI steckt im Markt?

Ein Analyst hat ChatGPT gefragt, wie viel Prozent der Börsengewichtung derzeit KI-nah sind. Die Antwort: Je nach Definition zwischen 8 und 50 Prozent. Allein Nvidia macht rund 8 Prozent des Standard Poor's Börsenkapitalisierungswertes aus. Sollte die KI-Hoffnungsblase platzen, sind deutliche Kurskorrekturen zu erwarten.

Das große Kapital hat kein Interesse am Platzen der Blase

Akteure wie OpenAI und Nvidia haben kein Interesse daran, dass die KI-Blase platzt. Sie werden weiterhin Kapital investieren, um die Kurse nach oben zu treiben – solange, bis sie ihre Schäfchen ins Trockene bringen können. In dieser Phase entstehen oft Zombie-Unternehmen.

Zombie-Unternehmen im KI-Sektor

Ein Beispiel ist coreweave, ein Unternehmen, das Datacenter-Infrastruktur anbietet. Coreweave finanziert seine Schulden zu hohen Zinsen (durchschnittlich 12 Prozent über den Private Credit Markt), erwirtschaftet aber weniger Gewinn als diese Zinsen kosten. Solche Zombie-Unternehmen sind darauf angewiesen, dass ein großer Exit gelingt, um die Schulden zu begleichen.

Die Warnungen von Michael Burry

Michael Burry, bekannt für seine Wetten gegen die amerikanische Immobilienblase, wettet auch gegen die KI-Euphorie. Er glaubt, dass die Story kippen wird. Ähnlich wie 2006/2007 war er auch damals sehr früh dran.

Das Stromversorgungsproblem

Der Chef von Microsoft wies darauf hin, dass es nicht an Chips mangelt, sondern an Stromversorgung. Allein in Amerika bräuchte man rund 40 neue Atomkraftwerke in 10 Jahren, um die geplanten Datacenter mit Strom zu versorgen. Wo soll diese Energie herkommen?

Fazit: Besonnenheit ist gefragt

Die KI-Thematik ist hochspannend, birgt aber auch erhebliche Risiken. Als Anleger ist es wichtig, die Hintergründe zu verstehen, die Kurse zu bewegen, und den Anteil der KI-Investitionen im Portfolio zu kennen. Je weiter der Hype ansteigt, desto wahrscheinlicher ist eine Drehung. Bleiben Sie besonnen und lassen Sie sich nicht von der FOMO (Fear of Missing Out) leiten.

Verstehen Sie was in Ihrem Portfolio passiert und reagieren Sie rechtzeitig. Die KI-Blase versorgt auch Zombie-Unternehmen mit Geld.
Auch wenn der Markt derzeit stark ist, ist es wichtig sich vorzubereiten!

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