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Ob Wirtschaftstrends, Kapitalmärkte oder gesellschaftliche Veränderungen - Zsolt Janos wird regelmäßig als Experte in TV-Sendungen eingeladen, um Entwicklungen einzuordnen und Zusammenhänge verständlich zu erklären.
24.03.2025 | OE24
Zinsen stabil, Märkte unsicher – sind die alten Spielregeln vorbei?
Die FED hat letzte Woche entschieden, die Zinsen unverändert zu lassen – eine Maßnahme, die Stabilität signalisieren soll, aber auch auf die anhaltenden Herausforderungen für die US-Wirtschaft hinweist. Inflation bleibt über dem 2-Prozent-Ziel, und kurzfristige Erwartungen steigen, nicht zuletzt durch Handelszölle, die Präsident Trump plant. In meinem TV-Interview auf OE24 habe ich erklärt, warum diese Unsicherheiten die Märkte bewegen, warum klassische Marktzyklen heute nicht mehr in gewohnter Weise greifen und welche Anlageklassen in diesem Umfeld interessant sein könnten. Ein zentrales Thema: Die Notenbank hält Kurs, während die US-Regierung mit protektionistischen Maßnahmen experimentiert. Das bedeutet für Investoren, dass alte Muster nicht mehr automatisch funktionieren – und dass gerade jetzt fundierte Entscheidungen und solide Geschäftsmodelle entscheidend sind. Was bedeutet das für Anleger? Worauf sollte man in den kommenden Monaten achten?
Die in diesem Video besprochenen Inhalte dienen NUR zu allgemeinen Informationszwecken und stellen unter keinen Umständen eine Empfehlung zum Kauf oder Verkauf bestimmter Anlagen dar und sind somit keine Anlageberatung, da ich das Risikoprofil und die finanzielle Situation einzelner Zuhörer nicht einschätzen kann. Wer sich aufgrund des in diesem Video Besprochenem zum Kauf oder Verkauf von Anlageprodukten oder Vermögenswerten entscheidet, tut diese aus eigener Entscheidung und auf eigene Gefahr. Ich kann keine Haftung übernehmen, wenn Sie aufgrund des in diesem Video Gesagtem eigene Anlageentscheidungen treffen und dadurch Verluste erleiden.
Zusammenfassung
Zinsen stabil, Märkte unsicher – Sind die alten Spielregeln vorbei?
Die Finanzmärkte sind in Bewegung. Die Zinsentscheidung der amerikanischen Notenbank (FED) wirft Fragen auf, und die geopolitische Lage trägt zur Unsicherheit bei. Im Gespräch mit Finanzexperte Zsolt Janos analysieren wir die aktuelle Situation und geben Anlegern wichtige Hinweise für die kommenden Monate.
Die Zinsentscheidung der FED: Ein Balanceakt
Die FED hat die Zinsen vorerst nicht gesenkt. Zsolt Janos bewertet dies als einen Versuch von FED-Chef Jerome Powell, Ruhe in den Markt zu bringen und Berechenbarkeit zu signalisieren. Das Umfeld ist derzeit sehr unruhig, und die FED versucht, sich an Fakten zu halten und sich nicht von äußeren Einflüssen treiben zu lassen.
Warum keine Zinssenkung? Die FED hat das Ziel, die Inflation auf 2% zu senken. Aktuell liegt sie deutlich darüber, und die letzten Zahlen zeigten sogar einen leichten Anstieg. Die Notenbank wartet daher ab, um die weiteren Entwicklungen besser einschätzen zu können.
Trumps Einfluss und die Reaktion des Marktes
US-Präsident Trump sorgt immer wieder für Turbulenzen an den Börsen. Die Reaktion des Marktes auf die Zinsentscheidung war zunächst entspannt, da die FED sich scheinbar von Trumps unberechenbaren Aussagen distanziert. Die Herausforderung für Anleger besteht darin, in diesem Umfeld die richtigen Schlüsse aus den Marktbewegungen zu ziehen.
Veränderte Marktzyklen: Was bedeutet das für Anleger?
Bisher galt: Zinssenkungen der FED führen in der Regel zu Erholungen bei Aktien und Anleihen. Doch aktuell beobachten wir ein verkehrtes Bild: Kurzfristige Zinsen wurden gesenkt, aber langfristige Zinsen steigen trotzdem an. Dies führt zu Verunsicherung.
Zsolt Janos erklärt, dass steigende kurzfristige Inflationserwartungen die Situation zusätzlich verkomplizieren. Während die FED diese als transitory (übergangsweise) einstuft, sehen Marktteilnehmer die von Trump initiierten Zölle kritisch. Diese könnten die Preise erhöhen, die Inflation anheizen und der FED den Spielraum für geplante Zinssenkungen nehmen.
Die Auswirkungen von Handelszöllen auf Verbraucher und Investoren
Zölle bedeuten im ersten Moment höhere Preise für Verbraucher und eine steigende Inflation. Für Unternehmen, die Waren aus dem Ausland importieren, könnten die Margen sinken, was sich negativ auf die Anleger auswirken würde. Trump rüttelt derzeit an den Basiselementen unseres Wirtschaftssystems, und es bleibt abzuwarten, ob die FED die Ruhe bewahren kann.
Anlageklassen im Fokus: Was ist jetzt interessant?
Bei der Auswahl von Anlageklassen ist es wichtig zu unterscheiden, ob ein Kursanstieg auf Unsicherheit (wie bei Gold) oder auf Liquiditätszufluss zurückzuführen ist. Andere Anlageklassen könnten hingegen aufgrund von Liquiditätsentzug fallen. Es wird immer schwieriger, sich auf vermeintlich ausfallsichere Anlageformen zu verlassen. Anleger müssen sich darauf einstellen, dass auch diese in Schieflage geraten können.
Vor einer Investition ist es entscheidend, sich mit den Hintergründen zu befassen und gegebenenfalls fachkundige Beratung in Anspruch zu nehmen. Es gilt, solide Geschäftsmodelle zu identifizieren und sich nicht von reinen Wachstumsversprechen oder Marketing blenden zu lassen.
Besteht die Gefahr einer neuen Blase? Trump verfolgt seine eigenen Interessen, insbesondere eine niedrige Zinslast für die USA. Seine Unberechenbarkeit macht die Situation zusätzlich schwierig. Am 2. April könnte Trump den sogenannten Liberation Day ausrufen und individuelle Zölle gegen Länder weltweit verhängen. Diese Entwicklung sollte man genau beobachten.
Was sollten Investoren in den kommenden Monaten beobachten?
Zsolt Janos empfiehlt Investoren, die Zinssätze an den Anleihemärkten genau zu beobachten, da diese sehr sensibel auf Veränderungen reagieren. Privatanleger sollten nicht nach einfachen Lösungen suchen und sich idealerweise mit zwei bis drei Fachleuten austauschen, um sich ein umfassendes Bild zu machen. Viele Modelle, die in den vergangenen Jahrzehnten galten, werden derzeit auf den Kopf gestellt.
Sollte man jetzt an die Börse gehen oder lieber die Finger davon lassen?
Zwei Dinge sind laut Zsolt Janos nie gut: Alles auf einmal an die Börse werfen und große Renditeversprechen suchen. Reserven bilden ist immer sinnvoll. Stattdessen sollte man konservativ, zurückhaltend und solide Geschäftsmodelle bevorzugen. Das ist vernünftiger als sich von Marketingversprechen blenden zu lassen.
Fazit
Die Finanzmärkte sind derzeit von Unsicherheit geprägt. Die Zinsentscheidung der FED, Trumps Politik und veränderte Marktzyklen stellen Anleger vor neue Herausforderungen. Eine sorgfältige Analyse, fachkundige Beratung und eine konservative Anlagestrategie sind in dieser Situation entscheidend.
Wichtige Punkte zusammengefasst:
- FED hält Zinsen stabil, um Inflation zu bekämpfen.
- Trumps Politik beeinflusst die Märkte.
- Marktzyklen haben sich verändert.
- Konservative Anlagestrategie ist ratsam.
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