Videothek

Ob Wirtschaftstrends, Kapitalmärkte oder gesellschaftliche Veränderungen - Zsolt Janos wird regelmäßig als Experte in TV-Sendungen eingeladen, um Entwicklungen einzuordnen und Zusammenhänge verständlich zu erklären.

17.11.2025  |  Zsolt & Martin's Talk

Jetzt kommt die KI - mit CEO Borno Janekovic

Im Gespräch mit Omphalos-CEO Borno Janekovic gehen wir einer provokanten Frage nach: Ist die KI der bessere Investor?

Die in diesem Video besprochenen Inhalte dienen NUR zu allgemeinen Informationszwecken und stellen unter keinen Umständen eine Empfehlung zum Kauf oder Verkauf bestimmter Anlagen dar und sind somit keine Anlageberatung, da ich das Risikoprofil und die finanzielle Situation einzelner Zuhörer nicht einschätzen kann. Wer sich aufgrund des in diesem Video Besprochenem zum Kauf oder Verkauf von Anlageprodukten oder Vermögenswerten entscheidet, tut diese aus eigener Entscheidung und auf eigene Gefahr. Ich kann keine Haftung übernehmen, wenn Sie aufgrund des in diesem Video Gesagtem eigene Anlageentscheidungen treffen und dadurch Verluste erleiden.

Zusammenfassung

KI revolutioniert die Finanzwelt

Künstliche Intelligenz (KI) ist in aller Munde, doch wie kann sie im Finanzbereich wirklich sinnvoll eingesetzt werden? In diesem Beitrag fassen wir die wichtigsten Erkenntnisse aus einem aufschlussreichen Gespräch mit Zsolt Janos zusammen, einem Experten im Bereich KI-gesteuerter Investments.

Der Ursprung der Idee: Von AlphaGo zu Finanzmärkten

Die Inspiration für KI-gesteuerte Investments kam von dem legendären Sieg von AlphaGo gegen den besten menschlichen Go-Spieler. Go ist ungleich komplexer als Schach. Während Schach etwa 10100 Möglichkeiten bietet, sprengt Go mit 10720 jede Vorstellungskraft. Zsolt Janos erklärt, dass die Idee dahinter war: Wenn eine Maschine Go spielen kann, dann kann sie auch investieren.

Wie funktioniert das KI-gesteuerte Investmentmodell?

Das Kernstück des Ansatzes ist ein Fonds, der seit 3 Jahren und 10 Monaten völlig autonom handelt. Das bedeutet, dass keine menschliche Entscheidung in dieser Zeit getroffen wurde. Die KI übernimmt die Risikoallokation, Portfolioauswahl und das gesamte Trading.

Das System basiert auf einer Vielzahl von Trading Agents, aktuell 800, die parallel und autonom agieren. Diese Zahl soll in Zukunft auf 2.000 und später sogar auf 10.000 erhöht werden.

  • Autonomes Handeln: Die KI trifft alle Entscheidungen ohne menschliches Zutun.
  • Diversifikation durch Agents: Viele unabhängige Agents sorgen für ein breites Risikoprofil.
  • Fokus auf Unkorreliertheit: Das Ziel ist, dass die Agents möglichst unkorreliert agieren, um stabile Erträge zu erzielen.

Die Rolle des Teams: Forschung und Weiterentwicklung

Das Team konzentriert sich auf die Weiterentwicklung der Software, die Verbesserung der Methoden und die Schaffung neuer Trading Agents. Es ist ein ständiger Wettkampf, die KI immer weiter zu verbessern.

Vermeidung von "Lucky Punches": Konsistenz statt Glück

Ein wichtiger Aspekt ist die Vermeidung von Glückstreffern. Wenn ein Agent im Fonds plötzlich deutlich besser performt als im Simulator, wird sein Verhalten analysiert und er wird gegebenenfalls neu trainiert oder abgeschaltet. Die Kündigungsgespräche sind deutlich kürzer als mit menschlichen Tradern.

Das System zielt auf eine Trefferquote von etwa 60/40 ab. Das bedeutet, dass in 60% der Fälle Gewinne erzielt werden und in 40% Verluste. Wichtig ist, dass diese Quote langfristig stabil bleibt.

Training und Simulation: Der Weg zum autonomen Agenten

Neue Trading Agents durchlaufen einen intensiven Trainingsprozess, der einer Schule ähnelt. Sie lernen im Simulator und traden tausende Male, bevor sie in den Paper Trading und schließlich in den echten Fonds aufgenommen werden. So wird ein Overfitting vermieden und eine Generalisierung gefördert.

Transparenz und Betriebsgeheimnisse

Obwohl vieles offen kommuniziert wird, liegt das Geheimnis im Detail: Wie die KI trainiert wird, ist das eigentliche Know-how. Es ist wie bei Google Gemini und Open AI – beide nutzen ähnliche Technologien, aber Chat GPT ist (noch) überlegen.

Die Zukunft der KI im institutionellen Investment

Zsolt Janos ist überzeugt, dass KI-gesteuerte Systeme in Zukunft professionelle Fondsmanager ersetzen werden. Tatsächlich werden bereits heute 80% des Flows maschinell gehandelt. Institutionelle Investoren suchen nach Unkorreliertheit und stabilen Kennzahlen wie Sharp Ratio, Volatilität und Korrelation. Ein Return von 10% anualisiert und eine Scharpgröße von 1,5 sind Mindestanforderungen.

Risikomanagement: Vorbereitung auf das Unbekannte

Das System ist darauf ausgelegt, mit unvorhergesehenen Ereignissen umzugehen. Diversifizierung, Long- und Short-Positionen sowie Stop-Loss-Orders und Option Overlays sind wichtige Instrumente. Selbst im Februar, als Russland in die Ukraine einmarschierte, erzielte der Fonds einen Gewinn von 2,18%.

Der Name "Omfalos": Der Nabel der Welt

Der Name Omfalos (altgriechisch für Nabel) leitet sich vom Omfalosstein im Orakel von Delphi ab, der den Himmel mit der Erde verbindet. Er symbolisiert den Mittelpunkt und passt gut zu einer Firma, die im Zentrum der technologischen Innovation steht.

Fazit: KI ist gekommen, um zu bleiben

KI-gesteuerte Investments sind kein Hype, sondern eine reale Entwicklung mit großem Potenzial. Zsolt Janos und sein Team zeigen, wie KI die Finanzwelt verändern kann – mit autonomen Systemen, diversifizierten Strategien und einem klaren Fokus auf Risikomanagement.

Hinweis: Das in diesem Artikel beschriebene Produkt ist nicht zum Vertrieb zugelassen und nicht für Retail-Investoren geeignet. Es beinhaltet Instrumente wie Shorting und Leverage, die ein hohes Risikobewusstsein erfordern.

Ihre Vermögensberatung in Österreich

Sie suchen eine kompetente und unabhängige Vermögensberatung in Österreich? Kontaktieren Sie uns für ein unverbindliches Erstgespräch und erfahren Sie, wie wir Ihnen helfen können, Ihre finanziellen Ziele zu erreichen.

Mehr erfahren

Berggipfel mit Nebelschwaden vor blauem Himmel