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Im Podcast Aus dem Cafésatz spricht Zsolt Janos über tägliche Entwicklungen an den Kapitalmärkten. Komplexe Zusammenhänge werden klar, nachvollziehbar und mit langjähriger Erfahrung auf den Punkt gebracht.

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27.11.2025

Viel zu oft sehen wir in den aktuellen Kursen nicht die wahren inneren Werte der Firmen

Zu häufig gehen Anleger davon aus, dass die aktuellen Börsenkurse den inneren Wert von Unternehmen oder ganzen Sektoren widerspiegeln. Doch genau das ist oft nicht der Fall. Spekulatives Kapital kann Kurse in kurzer Zeit in astronomische Höhen treiben – oder sie weit unter ihren tatsächlichen Wert drücken, sobald es den Markt wieder verlässt. In dieser Episode schauen wir genauer hin: Wie entstehen solche Fehlbewertungen, welche Rolle spielt Kapitalflucht, und was bedeutet das für langfristige Investoren?

 

Die im Podcast besprochenen Inhalte dienen NUR zu allgemeinen Informationszwecken und stellen unter keinen Umständen eine Empfehlung zum Kauf oder Verkauf bestimmter Anlagen dar und sind somit keine Anlageberatung. Der Vortragende kann das Risikoprofil und die finanzielle Situation einzelner Zuhörer nicht einschätzen. Wer sich aufgrund des im Podcast Besprochenem zum Kauf oder Verkauf von Anlageprodukten / Vermögenswerten entscheidet, tut diese aus eigener Entscheidung und auf eigene Gefahr. Der Vortragende kann daher keine Haftung übernehmen, wenn Sie aufgrund des im Podcast Gesagtem eigene Anlageentscheidungen treffen und dadurch Verluste erleiden.

Zusammenfassung

Viel zu oft sehen wir in den aktuellen Kursen nicht die wahren inneren Werte der Firmen

In der aktuellen Podcast-Episode diskutiert Zsolt Janos über die Diskrepanz zwischen Börsenkursen und dem tatsächlichen Wert von Unternehmen. Er beleuchtet, wie spekulative Faktoren die Kurse beeinflussen und welche Konsequenzen dies für Anleger hat. Ein besonders spannendes Thema für alle Finanzinteressierten in Österreich und Deutschland!

Kurzfristige Spekulation vs. Langfristiger Wert

Zsolt Janos betont, dass die Börsenkurse langfristig oft die Unternehmenszahlen widerspiegeln, kurzfristig jedoch häufig überhaupt nicht. Es ist entscheidend, die Storyline rund um ein Unternehmen kritisch zu hinterfragen und spekulative Elemente zu identifizieren.

Zoom: Ein Paradebeispiel für Spekulation und Realität

Als Beispiel dient Zoom, das im Jahr 2020 während des Lockdowns einen enormen Hype erlebte. Heute ist Online-Kommunikation Standard, und Zoom ist besser aufgestellt als je zuvor. Das Unternehmen macht derzeit 2 Milliarden Dollar Gewinn im Jahr, im Vergleich zu 20 Millionen Dollar im Jahr 2020. Trotzdem liegt der Aktienkurs mit ca. 87 Dollar deutlich unter dem Höchststand von 600 Dollar im Jahr 2020. Dies zeigt, wie stark spekulatives Kapital die Kurse beeinflussen kann.

Die Gefahr der Spekulation für Anleger

Auch Anleger, die nicht spekulieren wollen, werden von den spekulativen Kursbewegungen mitgerissen. Es ist schwierig, ruhig zu bleiben, wenn die Kurse übertrieben steigen, weil viel spekulatives Kapital im Spiel ist. Es ist wichtig, die eigenen Hausaufgaben zu machen und Kennzahlen wie das Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) kritisch zu prüfen. Ein KGV von weit über 50, 60 oder sogar 100 sollte Anlass zur Vorsicht geben.

Tesla und das Glaubenskapital

Zsolt Janos geht auch auf Tesla ein, dessen Kurs-Gewinn-Verhältnis bei über 180-fach liegt. Er hinterfragt, ob diese Bewertung gerechtfertigt ist und ob nicht auch hier viel "Glaubenskapital" im Spiel ist.

Robinhood und die neue Spekulationswelle

Die Plattform Robinhood, die während der Covid-Pandemie populär wurde, wird kritisch betrachtet. Sie wird als Zockerplattform für eine neue Spekulationswelle gesehen, in der junge Menschen mit Trading schnell Geld verdienen wollen.

MSCI World Index: Ein solider Grundpfeiler für Anleger?

Zsolt Janos verteidigt den MSCI World Index als solide Basis für Anleger, die sich nicht intensiv mit der Zusammenstellung eines globalen Portfolios auseinandersetzen wollen. Er sieht darin eher die Realität als in den oft überbewerteten Bereichen wie Künstliche Intelligenz.

Künstliche Intelligenz (AI): Blase oder Zukunft?

Obwohl Zsolt Janos nicht von einer direkten KI-Blase ausgeht, betont er, dass die Story rund um den Ausbau der AI-Infrastruktur glaubwürdig bleiben muss, um weitere Kapitalzuflüsse zu rechtfertigen. Er vergleicht dies mit Zoom, das kontinuierlich zahlende Abonnenten benötigt, um sein Geschäftsmodell zu finanzieren.

Meta, Google und die AI-Infrastruktur

Die Investitionen von Meta in die AI-Infrastruktur werden kritisch hinterfragt. Die Märkte signalisieren Zweifel, ob das monopolartige Modell von Nvidia und OpenAI wirklich funktionieren kann. Google bietet mit seinen TPUs eine kostengünstigere Alternative zur Miete an, was eine interessante Entwicklung darstellt.

Warren Buffett und Google

Zsolt Janos kommentiert die Meldung, dass Warren Buffett mit Berkshire bei Google eingestiegen ist. Er glaubt, dass Berkshire sich aufgrund der Technologie und Fortschritte bei Gemini 3 für ein Investment entschieden hat und nicht umgekehrt.

Fazit: Ruhe bewahren und analysieren

Es ist entscheidend, Ruhe zu bewahren, die Themen zu analysieren und nicht jedem Hype hinterherzulaufen. Anleger sollten sich nicht von spekulativen Bewegungen mitreißen lassen und zu den Schafen gehören, die die Gewinne anderer mitfinanzieren.

Zsolt Janos schließt mit dem Aufruf, die Ruhe zu bewahren und die Themen zu analysieren. Er hofft, dass seine Podcasts dazu beitragen, nicht jedem Hype hinterherzulaufen.

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