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Im Podcast Aus dem Cafésatz spricht Zsolt Janos über tägliche Entwicklungen an den Kapitalmärkten. Komplexe Zusammenhänge werden klar, nachvollziehbar und mit langjähriger Erfahrung auf den Punkt gebracht.

Beliebteste Episoden der letzten 30 Tage:

10.02.2026

Das Bild wir klarer, wenn es gelingt die Spekulanten abzuschütteln

Was bleibt eigentlich übrig, wenn die Party vorbei ist und die Spekulanten das Licht ausmachen? Wir erleben gerade, wie der Markt in verschiedenen Sektoren versucht, den spekulativen Ballast abzuwerfen. Das ist schmerzhaft, aber heilsam. Denn erst wenn der Staub sich legt, finden wir die realen Werte wieder. Doch Vorsicht vor der Wahrheit: Für manche Branchen wird das ein böses Erwachen. Wir müssen uns der Erkenntnis stellen, dass in manchen Nischen außer „spekulativer Fantasie“ schlichtweg nichts existiert – kein Fundament, kein Nutzen, nur heiße Luft.

Die im Podcast besprochenen Inhalte dienen NUR zu allgemeinen Informationszwecken und stellen unter keinen Umständen eine Empfehlung zum Kauf oder Verkauf bestimmter Anlagen dar und sind somit keine Anlageberatung. Der Vortragende kann das Risikoprofil und die finanzielle Situation einzelner Zuhörer nicht einschätzen. Wer sich aufgrund des im Podcast Besprochenem zum Kauf oder Verkauf von Anlageprodukten / Vermögenswerten entscheidet, tut diese aus eigener Entscheidung und auf eigene Gefahr. Der Vortragende kann daher keine Haftung übernehmen, wenn Sie aufgrund des im Podcast Gesagtem eigene Anlageentscheidungen treffen und dadurch Verluste erleiden.

Zusammenfassung

Kapitalmarktanalyse: Das Bild wird klarer, wenn es gelingt die Spekulanten abzuschütteln

Nach einer Phase großer Unsicherheit und Angstreaktionen an den Kapitalmärkten ist eine technische Gegenreaktion üblich. Die Intensität dieser Erholung hängt jedoch stark davon ab, wie die anschließende, nüchterne Analyse die Situation bewertet. Wurden bestimmte Bereiche ungerechtfertigt abgestraft, während andere tatsächlich eine Korrektur verdienten?

KI-Revolution: OpenAI, Gemini und die Konkurrenz

Die rasante Entwicklung im Bereich der Künstlichen Intelligenz (KI) ist faszinierend, aber auch mit Vorsicht zu genießen. Interne Dokumente von OpenAI, die vermeintlich positive Nachrichten über ChatGPT verbreiten, sollten kritisch betrachtet werden, insbesondere im Hinblick auf einen möglichen Börsengang. Der Wettbewerb zwischen KI-Modellen wie ChatGPT, Gemini und Claude verschärft sich, und es bleibt abzuwarten, wer sich langfristig durchsetzen wird.

Wichtig: Achten Sie auf die Geschwindigkeit, mit der neue KI-Modelle auf den Markt kommen. ChatGPT ist bereits etabliert, aber Gemini und Claude drängen mit Nachdruck in den Markt.

Der Fall Altman: Börsengang oder Untergang?

Die Zukunft von Sam Altman und OpenAI hängt maßgeblich vom Erfolg des geplanten Börsengangs ab. Sollte dieser scheitern, könnte dies negative Auswirkungen auf das gesamte Unternehmen und dessen Umfeld haben. Vergleiche mit dem Fall WeWork zeigen, dass ein gescheiterter Börsengang das Ende eines hochgejubelten Unternehmens bedeuten kann.

Burggräben im Investment: Ein Alleinstellungsmerkmal ist entscheidend

Investoren sollten sich stets fragen, wie stark ein Unternehmen oder eine Branche durch ein Alleinstellungsmerkmal geschützt ist. Gibt es "Burggräben", die das Geschäftsmodell vor Angriffen der Konkurrenz schützen? Dies ist besonders wichtig in Branchen mit hohen Margen, die potenzielle Wettbewerber anziehen.

Ein Beispiel: Ein Freund von Zsolt Janos investierte in ein Unternehmen, das Software-Start-ups zusammenführt und an die Börse bringen will. Diese SaaS-Modelle (Software as a Service) werden jedoch zunehmend von KI-Lösungen bedroht. Ohne einen erfolgreichen Börsengang drohen hohe Verluste.

Vermögensverwaltung: Nicht jede ist gleich

Viele Anleger fragen sich, was sie tun sollen, wenn ihre Vermögensverwaltung plötzlich hohe Verluste aufweist (z.B. -20 bis -25%). Es ist entscheidend zu verstehen, dass Vermögensverwaltung nicht gleich Vermögensverwaltung ist. Es kommt darauf an, in welchen Bereichen der Vermögensverwalter investiert.

Die Core-Satellite-Strategie: Ein stabiles Fundament für Ihr Portfolio

Eine stabile Portfoliostruktur basiert auf einer Core-Satellite-Strategie:

  • Core (30-60%): Solide, Cashflow-generierende Unternehmen (Blue Chips) und ggf. Anleihen (Staatsanleihen, Triple-A-Bonität).
  • Satelliten (Ebene 1): Regionen oder Themen mit Blue-Chip-Unternehmen.
  • Satelliten (Ebene 2): Wetten auf die Zukunft, Hoffnungsträger (Start-ups, Börsengänge, SPACs).

Vermögensverwalter können für alle Bereiche eingesetzt werden, aber es ist wichtig, dass sie in ihrem jeweiligen Nischensegment spezialisiert sind. Eine Vermögensverwaltung, die sich ausschließlich auf einen Sektor (z.B. Tech, KI) konzentriert, kann in einem Abwärtsstrudel erhebliche Verluste erleiden.

Merke: Eine Vermögensverwaltung sollte nicht einer Fahrt auf der Achterbahn gleichen. Es ist wichtig, die Risiken zu verstehen und eine breite Diversifizierung anzustreben.

Institutionelle vs. Privatinvestoren: Risikomanagement im Fokus

Institutionelle Investoren legen großen Wert auf das Risikomanagement, während Privatinvestoren oft von Chancen und Perspektiven geblendet werden. Es ist wichtig, die Risiken nicht auszublenden und sich bewusst zu machen, dass ein höheres Risiko nicht automatisch höhere Gewinne bedeutet.

Was tun bei Verlusten? Ein Weckruf zur Portfolio-Analyse

Kursrückgänge können als Weckruf dienen, um die Portfoliostruktur zu analysieren und ggf. anzupassen. Es ist wichtig, sich von den aktuellen Tageskursen zu lösen und eine ideale, ruhige und passende Struktur zu entwickeln. Vermeiden Sie es, ins andere Extrem zu verfallen und gar kein Risiko mehr einzugehen, da dies Chancen vernichtet. Finden Sie einen Mittelweg und strukturieren Sie Ihr Portfolio bedacht und breit aufgestellt.

Japans Wahlen: Madame Takai setzt auf Kontinuität

Die Wahlen in Japan brachten keine Überraschungen. Madame Takai gewann haushoch und wird ihr Kabinett nicht verändern. Dies deutet auf eine Fortsetzung der aktuellen Politik hin, die eine Normalisierung weg von der Nullzinspolitik anstrebt. Die Auswirkungen auf die globalen Kapitalmärkte, insbesondere auf den US-Dollar, sollten genau beobachtet werden.

Fazit

Die Kapitalmärkte sind von Unsicherheit und Spekulationen geprägt. Eine solide Portfoliostruktur, ein klares Verständnis der Risiken und eine kritische Auseinandersetzung mit neuen Entwicklungen (z.B. im Bereich der KI) sind entscheidend für den langfristigen Erfolg. Lassen Sie sich nicht von kurzfristigen Hypes blenden und setzen Sie auf ein diversifiziertes Portfolio mit Unternehmen, die über ein starkes Alleinstellungsmerkmal verfügen.

Die aktuellen Kapitalmarktentwicklungen erfordern eine sorgfältige Analyse und eine individuelle Anlagestrategie. Um die Spreu vom Weizen zu trennen, ist eine professionelle Beratung unerlässlich.

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