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Im Podcast Aus dem Cafésatz spricht Zsolt Janos über tägliche Entwicklungen an den Kapitalmärkten. Komplexe Zusammenhänge werden klar, nachvollziehbar und mit langjähriger Erfahrung auf den Punkt gebracht.
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03.11.2025
Wie wäre eine Beteiligung an openAI möglich?
Immer mehr Anleger stellen sich aktuell dieselbe Frage: Wie kann ich mich eigentlich an OpenAI beteiligen?
Die künstliche Intelligenz von ChatGPT begeistert Millionen – und das weckt natürlich auch das Interesse von Investoren weltweit. Doch die Antwort überrascht viele: Direkt geht das derzeit gar nicht.
OpenAI ist nämlich noch kein börsennotiertes Unternehmen. Wer aber trotzdem von der Entwicklung profitieren möchte, schaut auf die Firmen, die bereits jetzt eng mit OpenAI zusammenarbeiten – etwa Microsoft, NVIDIA oder auch andere Tech-Giganten, die entweder finanziell beteiligt sind oder durch Partnerschaften profitieren.
Diese wachsende Nachfrage nach Anlagemöglichkeiten rund um das KI-Phänomen befeuert den Hype nur weiter – und genau dieser Druck könnte langfristig den Weg für einen möglichen Börsengang von OpenAI ebnen.
In dieser Folge schauen wir uns genauer an, welche Unternehmen bereits mit im Spiel sind, wie man indirekt investieren kann – und was ein IPO von OpenAI für den Markt bedeuten würde.
Die im Podcast besprochenen Inhalte dienen NUR zu allgemeinen Informationszwecken, stellen unter keinen Umständen eine Empfehlung zum Kauf oder Verkauf bestimmter Anlagen dar, sind somit keine Anlageberatung! Der Vortragende kann das Risikoprofil und die finanzielle Situation einzelner Zuhörer nicht einschätzen. Wer sich aufgrund des im Podcast besprochenem zum Kauf oder Verkauf von Anlageprodukten / Vermögenswerten entscheidet, tut diese aus eigener Entscheidung und auf eigene Gefahr. Weder die AL&E GmbH noch der Vortragende haften, wenn Sie aufgrund des im Podcast Gesagtem eigene Anlageentscheidungen treffen und dadurch Verluste erleiden.
Die im Podcast besprochenen Inhalte dienen NUR zu allgemeinen Informationszwecken und stellen unter keinen Umständen eine Empfehlung zum Kauf oder Verkauf bestimmter Anlagen dar und sind somit keine Anlageberatung. Der Vortragende kann das Risikoprofil und die finanzielle Situation einzelner Zuhörer nicht einschätzen. Wer sich aufgrund des im Podcast Besprochenem zum Kauf oder Verkauf von Anlageprodukten / Vermögenswerten entscheidet, tut diese aus eigener Entscheidung und auf eigene Gefahr. Der Vortragende kann daher keine Haftung übernehmen, wenn Sie aufgrund des im Podcast Gesagtem eigene Anlageentscheidungen treffen und dadurch Verluste erleiden.
Zusammenfassung
Wie wäre eine Beteiligung an OpenAI möglich?
Die komplexe Welt der KI-Investitionen
Die KI-Landschaft ist komplex und ständig im Wandel. Zsolt Janos beschreibt, wie er verschiedene Darstellungen dieser Vernetzungen sammelt, die die vielschichtigen Beziehungen im AI-Universum veranschaulichen. Diese Darstellungen zeigen, dass ein großes Interesse an der KI-Thematik besteht, was auch die großen Zeitungen erkennen und aufgreifen.
KI als Liquiditätsmagnet
Die KI-Thematik dominiert derzeit die Finanzwelt und zieht Liquidität aus anderen Bereichen ab. Zsolt Janos beobachtet, dass der Hype um KI-Aktien die Aufmerksamkeit von anderen, ehemals gehypten Bereichen ablenkt. Die „To the moon“-Bewegungen können schnell verblassen, wenn die Party weiterzieht.
Nvidia und die KI-Revolution
Nvidia spielt eine Schlüsselrolle in der KI-Revolution. Das Unternehmen hat in diesem Jahr bereits über 50 Deals und Kooperationen gemeldet. Anstatt auf Fusionen und Übernahmen zu setzen, bevorzugt Nvidia Kooperationen, um Kartellbedenken zu umgehen und Kapazitäten in neuen Themenbereichen aufzubauen.
Die Verbreitung von KI in Unternehmen
Laut Goldman Sachs beschäftigen sich aktuell 34% der börsennotierten Unternehmen mit dem Einsatz von KI. Prognosen zufolge werden es 2026 50% und 2028 74% sein. Parallel dazu zeigen Studien, dass KI-Lösungen derzeit nur etwa 2,5% der Jobs tatsächlich automatisieren können.
KI und der Arbeitsmarkt
Entgegen der Panikmache, dass KI Arbeitsplätze vernichtet, sieht Zsolt Janos eher eine Kombination aus Mensch und Maschine, die zu höherer Effizienz führt. Es geht weniger um Jobverluste als um die Eliminierung von ineffizienten Pufferstellen in Unternehmen.
OpenAI: Der Schlüsselspieler und die Frage der Beteiligung
OpenAI ist ein zentraler Akteur in der KI-Szene. Derzeit ist eine direkte Beteiligung jedoch schwierig.
Wie kann man sich an OpenAI beteiligen?
Die Antwort ist aktuell: Noch gar nicht, es sei denn, Sie verfügen über eine sehr hohe Summe an Kapital. Zsolt Janos scherzt, dass man mit einer Milliarde (oder vielleicht auch schon mit 100 Millionen) bei Sam Altman anklopfen könnte.
Es wird jedoch spekuliert, dass OpenAI Mitte 2026 an die Börse gehen könnte. Aktuell wird das Unternehmen im Private-Equity-Markt mit 500 Milliarden Dollar bewertet, mit dem Ziel, bei einem Börsengang (IPO) eine Billion oder mehr zu erreichen.
Die OpenAI-Fantasie an der Börse
Da eine direkte Investition in OpenAI derzeit nicht möglich ist, fließt Kapital in börsennotierte Unternehmen, die an OpenAI beteiligt sind. In diesen Kurssteigerungen ist bereits die Fantasie und Erwartung eines OpenAI-Börsengangs eingepreist.
Laut Goldman Sachs sind im Standard & Poor's Index mittlerweile 41 Firmen in irgendeiner Form mit dem KI-Universum verbunden. Je mehr große Unternehmen an OpenAI beteiligt sind, desto größer ist das Interesse, diese Geschichte weiterzutragen.
Börsengänge: Bereicherung oder Chance?
Zsolt Janos zitiert Gerhard Kürner, der kritisiert, dass Unternehmen oft nur dann an die Börse gehen, wenn maximale Partystimmung herrscht, um überteuerte Aktien zu verkaufen. Dies vermittelt den Eindruck, dass ein Börsengang lediglich der Bereicherung dient und nicht eine Chance für den Kapitalmarkt darstellt.
Microsoft und andere Akteure im OpenAI-Universum
Microsoft ist einer der größten Investoren in OpenAI. Weitere Akteure sind Oracle, Intel, AMD und Nvidia. Diese breite Beteiligung gibt Anlegern die Perspektive, dass die KI-Party noch weitergeht, zumindest bis zum Börsengang von OpenAI.
Die Vorfreude als treibende Kraft
Die Vorfreude auf ein Ereignis ist oft schöner als das Ereignis selbst. Die Märkte pushen derzeit alles, getrieben von der Erwartung des OpenAI-Börsengangs.
Meta und Amazon: Herausforderungen bei KI-Investitionen
Meta und Amazon haben im Vergleich zu Google und Microsoft weniger finanzielle Mittel zur Verfügung, um in KI-Infrastruktur zu investieren. Meta musste sogar Anleihen aufnehmen, um diese Investitionen zu finanzieren. Die Nachfrage nach einer 30-Milliarden-Dollar-Anleihe von Meta war jedoch enorm.
Europa im Hintertreffen
Europa hinkt bei der KI-Infrastruktur hinterher. Amerikanische Unternehmen bauen sich nach alter Buffett-Methode ein Alleinstellungsmerkmal auf, während es in Europa an Kapital für gute Ideen und Start-ups mangelt. Daher zieht es viele europäische Unternehmen nach Amerika.
Fazit
Die KI-Revolution ist in vollem Gange, und OpenAI spielt dabei eine zentrale Rolle. Eine direkte Beteiligung ist derzeit schwierig, aber die Erwartung eines Börsengangs treibt die Kurse von Unternehmen, die an OpenAI beteiligt sind, nach oben. Es bleibt abzuwarten, wie sich die Stimmung an den Märkten entwickelt und ob OpenAI tatsächlich an die Börse gehen wird. Die Analyse von Zsolt Janos zeigt, dass die KI-Thematik weiterhin spannend bleibt und viele Chancen und Herausforderungen für Investoren und Unternehmen bietet.