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Ob Wirtschaftstrends, Kapitalmärkte oder gesellschaftliche Veränderungen - Zsolt Janos wird regelmäßig als Experte in TV-Sendungen eingeladen, um Entwicklungen einzuordnen und Zusammenhänge verständlich zu erklären.
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20.03.2026
Was bewegt die Märkte aktuell wirklich – Zentralbanken oder Geopolitik?
Wieder mal im TV-Studio bei OE24 in der Sendung Business Live mit Frau Neher. Die zentrale Frage: Was bewegt die Märkte ...
Die in diesem Video besprochenen Inhalte dienen NUR zu allgemeinen Informationszwecken und stellen unter keinen Umständen eine Empfehlung zum Kauf oder Verkauf bestimmter Anlagen dar und sind somit keine Anlageberatung, da ich das Risikoprofil und die finanzielle Situation einzelner Zuhörer nicht einschätzen kann. Wer sich aufgrund des in diesem Video Besprochenem zum Kauf oder Verkauf von Anlageprodukten oder Vermögenswerten entscheidet, tut diese aus eigener Entscheidung und auf eigene Gefahr. Ich kann keine Haftung übernehmen, wenn Sie aufgrund des in diesem Video Gesagtem eigene Anlageentscheidungen treffen und dadurch Verluste erleiden.
Zusammenfassung
Was bewegt die Märkte aktuell wirklich – Zentralbanken oder Geopolitik?
Die Finanzmärkte sind ständig in Bewegung, beeinflusst von einer Vielzahl von Faktoren. Doch was treibt die Kurse aktuell wirklich an? Sind es die Entscheidungen der Zentralbanken oder die zunehmenden geopolitischen Spannungen? Wir haben mit dem renommierten Finanzexperten Zsolt Janos über diese Fragen gesprochen.
Zentralbanken in Wartestellung
Sowohl die US-amerikanische Federal Reserve (Fed) als auch die Europäische Zentralbank (EZB) haben zuletzt ihre Leitzinsen unverändert gelassen. Zsolt Janos interpretiert dies als ein Signal der Ruhe und Besonnenheit. Er warnt vor aktionistischen und populistischen Schnellschüssen und plädiert stattdessen für ein Abwarten der weiteren Entwicklung. Bis vor Kurzem sah es noch nach möglichen Zinssenkungen aus, doch die Ereignisse der letzten Wochen haben das Bild verändert.
Geopolitische Spannungen und der Ölpreis
Die vergangenen Wochen standen ganz im Zeichen des Nordostkonflikts und der Spannungen im Iran. Diese Entwicklungen haben einen erheblichen Einfluss auf die Ölpreise, wie Zsolt Janos betont. Öl beeinflusst nicht nur die Kosten an der Tankstelle, sondern fast alle Bereiche des Lebens. Der globale tägliche Bedarf liegt bei etwa 100 Millionen Barrel. Kleine Verschiebungen können bereits zu großen Verunsicherungen führen.
Die mögliche Sperrung der Straße von Hormus könnte 20 bis 25 % des täglichen Ölbedarfs gefährden. Diese Unsicherheit treibt die Ölpreise in die Höhe, da die Märkte von einem längeren Konflikt ausgehen. An den Märkten wird nicht die aktuelle Situation gehandelt, sondern die zukünftige Erwartung.
Die Rolle der Straße von Hormus
Laut Zsolt Janos gibt es Stimmen, die behaupten, dass der Iran die Straße von Hormus als neue "Atombombe" entdeckt hat, um die Energieversorgung weltweit, insbesondere in Asien, stark zu beeinflussen.
Auswirkungen auf die Kapitalmärkte
Vor den aktuellen Konflikten waren die Inflationsziele der Zentralbanken fast erreicht, und die KI-Storyline dominierte. Rein wirtschaftlich gesehen schauten die Parameter recht gut aus. Der aktuelle Bruch führt jedoch zu einer Storyverschiebung. Es stellt sich die Frage, ob die Situation nur vorübergehend ist oder nachhaltige Auswirkungen hat. Diese Unsicherheit spiegelt sich derzeit an den Märkten wider.
Empfehlungen für Anleger
Zsolt Janos empfiehlt Anlegern, sowohl vorsichtig zu sein als auch Chancen zu nutzen. Eine klare Strategie ist in dieser Phase entscheidend. Es ist wichtiger, keine Fehler zu machen, als großartige Chancen zu suchen. Panik und Angst sind keine guten Ratgeber. Umschichtungen führen zu neuen Gewinnern. Beispielsweise könnten erneuerbare Energien und E-Mobilität wieder attraktiver werden.
Fehler, die Anleger vermeiden sollten
Ein häufiger Fehler ist es, die Vergangenheit zu kaufen oder panikartig zu reagieren. Anleger sollten versuchen, durch die aktuellen Nachrichten hindurchzusehen und das große Bild zu betrachten. Es ist ratsam, sich aus der Distanz einen Überblick zu verschaffen.
Die Rolle von Gold
Gold behält seine Rolle als sicherer Hafen. Einerseits ist es in der Industrie wichtig, andererseits strömt in Krisenzeiten Kapital in Gold. Es ist jedoch wichtig zu verstehen, dass auch Gold starken Kursschwankungen unterliegen kann. Die Krisensicherheit liegt darin, dass Gold auch in Krisen gehandelt wird.
Inflation: Was erwartet uns?
Sollte der Konflikt kurzfristig beendet werden, gehen viele Analysten nicht von einer nachhaltigen Inflation aus. Die Zentralbanken können mit Zinsschritten eine nachfrageseitige Inflation bekämpfen, aber keine angebotsseitige Inflation. Es droht eine Stagflation – eine Kombination aus stagnierender Wirtschaft und steigenden Preisen. Je länger der Konflikt andauert, desto deutlicher werden wir steigende Preise sehen.
Auswirkungen auf die Weltwirtschaft
Die Auswirkungen auf die Weltwirtschaft sind derzeit noch nicht absehbar. Die Situation wird von vielen als unterschätzt wahrgenommen. Es bedarf Kompromissbereitschaft, um eine Lösung zu finden.
Blick in die Zukunft
Zsolt Janos blickt grundsätzlich positiv in die Zukunft und vertraut auf die Anpassungsfähigkeit unseres Wirtschaftssystems. Krisen haben in der Vergangenheit immer wieder neue Lösungsansätze, Unternehmen und Gewinner hervorgebracht. Die Welt wird sich verändern, und wir sollten uns auf die Problemlösungsfähigkeit unseres Wirtschaftssystems verlassen.
Fazit
Die aktuellen Finanzmärkte werden von einem komplexen Zusammenspiel aus geopolitischen Spannungen und den Entscheidungen der Zentralbanken beeinflusst. Eine klare Strategie, Besonnenheit und die Bereitschaft, sich an neue Gegebenheiten anzupassen, sind für Anleger in dieser unsicheren Zeit entscheidend.
Wichtiger Hinweis: Die hier dargestellten Informationen dienen lediglich zu Informationszwecken und stellen keine Anlageberatung dar. Jede Anlageentscheidung sollte auf einer individuellen Beratung basieren.