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Ob Wirtschaftstrends, Kapitalmärkte oder gesellschaftliche Veränderungen - Zsolt Janos wird regelmäßig als Experte in TV-Sendungen eingeladen, um Entwicklungen einzuordnen und Zusammenhänge verständlich zu erklären.
18.12.2025 | OE24
EZB-Zinsen, Immobilienkrise und KI-Erwartungen
Gestern wurde ich live im Studio zu den aktuellen Stabilisierungstendenzen nach der EZB-Zinssitzung befragt. Die EZB belässt ...
Die in diesem Video besprochenen Inhalte dienen NUR zu allgemeinen Informationszwecken und stellen unter keinen Umständen eine Empfehlung zum Kauf oder Verkauf bestimmter Anlagen dar und sind somit keine Anlageberatung, da ich das Risikoprofil und die finanzielle Situation einzelner Zuhörer nicht einschätzen kann. Wer sich aufgrund des in diesem Video Besprochenem zum Kauf oder Verkauf von Anlageprodukten oder Vermögenswerten entscheidet, tut diese aus eigener Entscheidung und auf eigene Gefahr. Ich kann keine Haftung übernehmen, wenn Sie aufgrund des in diesem Video Gesagtem eigene Anlageentscheidungen treffen und dadurch Verluste erleiden.
Zusammenfassung
EZB-Zinsen, Immobilienkrise und KI-Erwartungen: Eine aktuelle Analyse
Die Europäische Zentralbank (EZB) hat den Leitzins zum vierten Mal in Folge konstant gehalten. Was bedeutet das für Anleger, die Immobilienbranche und die aufstrebende Welt der Künstlichen Intelligenz? Wir haben mit Finanzexperten Zsolt Janos gesprochen, um diese Fragen zu beleuchten.
Konstante EZB-Zinsen: Ein Schritt zur Normalität?
Zsolt Janos bewertet die Entscheidung der EZB, die Zinsen bei 2% zu belassen, grundsätzlich positiv. Er betont, dass die Zentralbanken sich bemühen, die Märkte vorzubereiten und niemanden zu überraschen. Dies deutet auf eine Rückkehr zur Normalität hin, nachdem die Nullzinsphase eine Ausnahme darstellte.
"Die Nullzinsphase war keine Normalität. Das war eine Notmaßnahme, um nach der Immobilien- und Finanzkrise die Märkte zu stabilisieren." - Zsolt Janos
Die Konstanz der Zinsen bringt Planungssicherheit. Während einige niedrigere Zinsen bevorzugen würden, ist es wichtig, das Gesamtbild zu betrachten. Die aktuelle Situation ermöglicht eine bessere Kalkulation von Projekten und einen höheren risikolosen Zinssatz.
Immobilienbranche unter Druck: Auswirkungen der Zinspolitik
Die Immobilienbranche steht massiv unter Druck, und dies hängt stark mit der Zinspolitik zusammen. Nach einer langen Periode, in der Geld fast nichts kostete, sind die Kredite nun teurer. Dies hat zu einem Stillstand im Immobilienmarkt geführt, sinkenden Bewertungen und Problemen bei der Refinanzierung von Projekten.
"Gerade die Immobilienbranche hat sich über diese lange Zeitperiode daran gewöhnt, dass Geld nichts gekostet hat." - Zsolt Janos
Es wird erwartet, dass es im nächsten Jahr weitere strukturelle Bereinigungen geben wird. Obwohl die Krise in der Breite noch nicht angekommen ist, spüren Immobilienentwickler die Auswirkungen bereits deutlich.
Immobilienkrise: Müssen wir uns fürchten?
Ob wir uns vor einer echten Immobilienkrise fürchten müssen, hängt von der Definition ab. Für Immobilienentwickler ist die Krise bereits Realität, mit steigenden Konkurszahlen. Die Frage ist, wie diese Krise gemanagt wird. Bisher scheinen die Zentralbanken und Banken aus der Lehman-Krise gelernt zu haben und agieren mit Weitsicht.
Künstliche Intelligenz: Eine Erwartungsblase?
Im Bereich der Künstlichen Intelligenz (KI) sieht Zsolt Janos eher eine Erwartungsblase. Viele Menschen haben aufgrund der irreführenden Bezeichnung "künstliche Intelligenz" überhöhte Erwartungen. Tatsächlich handelt es sich derzeit eher um superschnelle Systeme, die aber auch schnell Unsinn produzieren können. Dies hat zu einer Investitionsblase geführt, in der Unternehmen viel Kapital in die Infrastruktur investiert haben.
"Wir haben derzeit nicht intelligente Systeme, sondern super schnelle Systeme, die aber gleichzeitig auch Blödsinn sehr schnell produzieren können." - Zsolt Janos
Ähnlich wie bei Immobilieninvestitionen basieren viele KI-Investitionen auf der Annahme hoher Gewinne in der Zukunft. Ob sich diese Erwartungen erfüllen, bleibt abzuwarten.
Was raten Sie Anlegern in diesem Umfeld?
Anleger sollten sich bewusst sein, dass es keine risikolosen Erträge oder garantierten Gewinne gibt. Es ist wichtig, sich zu informieren und Geschäftsmodelle zu verstehen, bevor man investiert.
"Wenn man ein Geschäftsmodell nicht versteht, dann sollte sich der Investor von hohen Zins- oder Ertragsversprechen nicht kaufen lassen." - Zsolt Janos
Es ist ratsam, sich neutrale Ratgeber an die Seite zu holen, um fundierte Entscheidungen zu treffen.
Konjunkturprognosen für Österreich: Licht am Ende des Tunnels?
Die Konjunkturprognosen für Österreich wurden leicht angehoben, mit einem erwarteten Wirtschaftswachstum von 0,5% im Jahr 2025 und rund 1% im Jahr 2026. Dies ist grundsätzlich positiv. Es ist wichtig, in die Zukunft zu investieren und Wachstum zu fördern.
Ausblick auf 2026: Was erwartet uns?
Für das Jahr 2026 sind einige Parameter entscheidend. Die Verschuldungsfrage, insbesondere in den USA, wird weiterhin wichtig sein. Ebenso wird die Nachfolge des amerikanischen Notenbankchefs eine Rolle spielen. Im Bereich der KI werden Investoren genauer hinschauen und nicht nur auf Fantasie, sondern auf konkrete Zahlen und Geschäftsmodelle achten. Hinzu kommt die Wahl in Amerika.
Fazit
Die aktuelle Situation ist komplex und erfordert eine sorgfältige Analyse. Die EZB-Zinspolitik, die Situation der Immobilienbranche und die Entwicklung der Künstlichen Intelligenz sind wichtige Faktoren, die Anleger berücksichtigen sollten. Es ist entscheidend, sich zu informieren, Geschäftsmodelle zu verstehen und sich gegebenenfalls professionell beraten zu lassen.
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