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Im Podcast Aus dem Cafésatz spricht Zsolt Janos über tägliche Entwicklungen an den Kapitalmärkten. Komplexe Zusammenhänge werden klar, nachvollziehbar und mit langjähriger Erfahrung auf den Punkt gebracht.

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06.03.2026

Die Gefahr der weiteren Domino-Effekte

Energie ist der versteckte Inhaltsstoff in jedem Brot und jedem Liter Milch. Bleiben die Energiepreise länger hoch, schlägt das direkt auf die Agrarmärkte durch – von der Düngemittelproduktion bis zur Kühlung im Supermarkt. Während die Energiepreise selbst gerade stagnieren, steigen die Lebensmittelpreise bereits weiter an. Wir fragen heute: Erleben wir gerade eine dauerhafte Verschiebung unseres Wohlstands, weil Energie zum Luxusgut wird?

Die im Podcast besprochenen Inhalte dienen NUR zu allgemeinen Informationszwecken und stellen unter keinen Umständen eine Empfehlung zum Kauf oder Verkauf bestimmter Anlagen dar und sind somit keine Anlageberatung. Der Vortragende kann das Risikoprofil und die finanzielle Situation einzelner Zuhörer nicht einschätzen. Wer sich aufgrund des im Podcast Besprochenem zum Kauf oder Verkauf von Anlageprodukten / Vermögenswerten entscheidet, tut diese aus eigener Entscheidung und auf eigene Gefahr. Der Vortragende kann daher keine Haftung übernehmen, wenn Sie aufgrund des im Podcast Gesagtem eigene Anlageentscheidungen treffen und dadurch Verluste erleiden.

Zusammenfassung

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Die Gefahr der weiteren Domino-Effekte

Die aktuelle geopolitische Lage, insbesondere die Spannungen im Nahen Osten, birgt erhebliche Risiken für die globalen Finanzmärkte. Zsolt Janos beleuchtet die potenziellen Domino-Effekte, die sich aus den jüngsten Ereignissen ergeben könnten.

Die Straße von Hormus im Fokus

Die Sperrung der Straße von Hormus, einer wichtigen Schifffahrtsroute für Öltransporte, hat unmittelbare Auswirkungen auf die Energieversorgung. Aktuelle Aufnahmen zeigen, dass zahlreiche Schiffe warten, was zu Unsicherheiten führt. Laut Informationen sind vor allem Schiffe aus Israel, Amerika und Europa betroffen. Besonders abhängig von der Straße von Hormuz sind China, Indien und Südkorea.

Europa ist mit etwa 3% nicht direkt betroffen, es gibt aber indirekte Ausleger in der ganzen Geschichte.

Auswirkungen auf die Ölpreise

Goldman Sachs analysierte, dass ein kurzfristiger Anstieg der Ölpreise noch nicht tragisch sei. Kritisch wird es, wenn die Ölpreise dauerhaft, also längerfristig, um etwa 70 bis 100 Prozent höher liegen als vor einem Jahr.

Die Ölpreisentwicklung für 2026 liegt derzeit 45 Prozent höher als noch Anfang des Jahres. Im Januar lagen die Preise noch unter 60 Dollar, während sie jetzt bei etwa 81 Dollar liegen. Gestern gab es eine kleine Korrektur auf ca. 76 Dollar.

Parallel dazu steigen die Benzinpreise, auch in den USA, wo die Preisveränderungen eine große Rolle spielen. Die Amerikaner merken, dass sie den Preis für eine Konfrontation zahlen, die sie nicht wollten. Die Benzinpreise sind in Amerika um ca. 50% gestiegen, von 1,7 Dollar je Gallone auf 2,6 Dollar je Gallone.

Irans Strategie der Destabilisierung

Der Iran verfolgt eine Strategie, die darauf abzielt, möglichst viele Länder in der Region in den Konflikt hineinzuziehen, um eine hohe Verunsicherung zu erreichen. Bisher sind 24 Länder von Gegenangriffen betroffen. Dabei werden nicht nur Militäreinrichtungen angegriffen, sondern auch die Infrastruktur, wie z.B. Datacenter, um die Internetinfrastruktur zu schädigen.

Der Ukraine-Konflikt und seine Parallelen

Es zeigt sich, dass immer mehr Länder die Hilfspakete für die Ukraine nicht unterschreiben. Immer mehr Länder kämpfen mit den iranischen Drohnen, die in der Ukraine als "Mopeds" bekannt sind. Die westlichen Abwehrsysteme haben mit diesen langsam fliegenden Drohnen zu kämpfen, und die Ukraine wird um Hilfe gebeten.

Die Situation spielt auch Putin in die Karten, da steigende Energiepreise ihm helfen, seinen Krieg gegen die Ukraine zu finanzieren.

Auswirkungen auf andere Bereiche

Die steigenden Düngerpreise, die durch die Situation im Nahen Osten verursacht werden, könnten zu Problemen in der Landwirtschaft und letztendlich zu steigenden Lebensmittelpreisen führen. Auch die Angriffe auf Datacenter könnten zu Problemen im Internetsystem führen.

Die Rolle der UNO

Die UNO könnte in dieser Situation eine wichtige Rolle spielen, wurde aber durch Eigeninteressen einiger Akteure geschwächt.

Fazit

Die aktuelle geopolitische Lage ist komplex und birgt erhebliche Risiken für die globalen Finanzmärkte. Die Spannungen im Nahen Osten, der Ukraine-Konflikt und die steigenden Energiepreise sind Faktoren, die die Märkte weiterhin beeinflussen werden. Es bleibt abzuwarten, wie sich die Situation weiterentwickelt.

Ein Lichtblick könnte sein, dass die Arbeitsmarktdaten aus Amerika im Februar positiv ausfallen.

Wichtig: Die Märkte preisen langfristige Entwicklungen ein, Paniksituationen bleiben nicht ewig.

Für eine individuelle Beratung und Strategieentwicklung in diesen unsicheren Zeiten, kontaktieren Sie uns!

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