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Im Podcast Aus dem Cafésatz spricht Zsolt Janos über tägliche Entwicklungen an den Kapitalmärkten. Komplexe Zusammenhänge werden klar, nachvollziehbar und mit langjähriger Erfahrung auf den Punkt gebracht.

Beliebteste Episoden der letzten 30 Tage:

19.02.2026

Ohne dauerhafte Käufer fällt der BTC Preis

Der Nachfrage-Zirkel: Ohne organische Nachfrage (da kein innerer Wert/Cashflow) braucht Bitcoin stetig neue Käufer. Bleiben diese aus, stagniert das System, da BTC rein von der Greater Fool Theory lebt.

Schuldenfalle: MicroStrategy (jetzt Strategy) bedient Zinsen und Tilgung oft durch die Ausgabe neuer Aktien (Verwässerung) oder neue Kredite, statt BTC zu verkaufen. Das funktioniert nur, solange der Aktienmarkt mitspielt.

Liquiditätsrisiko: Sollte der BTC-Preis massiv fallen (Richtung 20.000 USD oder tiefer), droht trotz Saylors "Niemals verkaufen"-Mantra ein Margin Call oder Vertrauensverlust, der das Konstrukt zum Einsturz bringen könnte.

Fazit: Es ist eine riskante Wette auf unendliches Kurswachstum, die bei einer dauerhaften Seitwärtsbewegung oder einem Crash an der fehlenden Liquidität scheitern kann.

Die im Podcast besprochenen Inhalte dienen NUR zu allgemeinen Informationszwecken und stellen unter keinen Umständen eine Empfehlung zum Kauf oder Verkauf bestimmter Anlagen dar und sind somit keine Anlageberatung. Der Vortragende kann das Risikoprofil und die finanzielle Situation einzelner Zuhörer nicht einschätzen. Wer sich aufgrund des im Podcast Besprochenem zum Kauf oder Verkauf von Anlageprodukten / Vermögenswerten entscheidet, tut diese aus eigener Entscheidung und auf eigene Gefahr. Der Vortragende kann daher keine Haftung übernehmen, wenn Sie aufgrund des im Podcast Gesagtem eigene Anlageentscheidungen treffen und dadurch Verluste erleiden.

Zusammenfassung

Ohne dauerhafte Käufer fällt der BTC Preis

In der aktuellen Podcast-Analyse mit Zsolt Janos dreht sich alles um die Frage, was passiert, wenn dauerhafte Käufer für Bitcoin ausbleiben. Ein besonderer Fokus liegt auf Michael Saylor und den Herausforderungen, vor denen er und sein Unternehmen stehen.

Michael Saylor und die Bitcoin-Schuldenfalle

Michael Saylor und Strategy sind massiv unter Druck. Ihr Geschäftsmodell basiert auf der Aufnahme von Schulden, um Bitcoin zu kaufen. Die Annahme: Der Bitcoin-Preis steigt unaufhaltsam, und die Kredite können aus diesen spekulativen Preissteigerungen zurückgezahlt werden. Doch was passiert, wenn dieser Mechanismus ins Stocken gerät?

Das Grundproblem:

  • Saylors Käufe der vergangenen 18 Monate sind unter Wasser.
  • Kreditgeber drängen auf Rückzahlung.
  • Ein Verkauf von Bitcoin würde den Kurs massiv abstürzen lassen.

Die Situation ist prekär, da die Narrative des ewigen Haltens (Hodl) nun in Frage gestellt wird.

Die Wettbüros und die Rückkehr von Jesus

Ein kurioser Hoffnungsschimmer: Auf Wettplattformen wie Polymarket kann darauf gewettet werden, ob Jesus vor Ende des Jahres zurückkehrt. Die Wahrscheinlichkeit hat sich in den letzten Wochen von 2% auf 6% erhöht. Ob Michael Saylor darauf hofft, bleibt fraglich.

Inflation vs. Deflation und die Rolle der Nachfrage

Zsolt Janos betont die Bedeutung der Inflation für die Wirtschaft. Inflation treibt den Konsum an, da Güter tendenziell teurer werden. Deflation hingegen führt zu Kaufzurückhaltung, da man auf sinkende Preise spekuliert. Die Frage ist: Wer sollte in einem solchen Umfeld dauerhaft Bitcoin kaufen?

Der Staatsfonds von Abu Dhabi und die Harvard Stiftung

Es gab einen Hoffnungsschimmer: Der Staatsfonds von Abu Dhabi kaufte im vierten Quartal 2025 Bitcoin im Wert von einer Milliarde Dollar. Allerdings lag der Kaufpreis zwischen 90 und 120 Dollar – deutlich über dem aktuellen Kurs.

Demgegenüber steht die Harvard Stiftung, die ihren Bitcoin-Bestand im vierten Quartal um 21 Prozent gesenkt hat und damit Gewinne realisiert hat.

Der Iran, Trump und die Seltenen Erden

Die geopolitische Lage spitzt sich zu. Analysten sehen eine 90-prozentige Wahrscheinlichkeit für einen Angriff des Irans durch die USA. Trump gerät innenpolitisch unter Druck (Epstein-Akten) und könnte von außenpolitischen Scharmützeln ablenken wollen.

China spielt eine wichtige Rolle, da es den Iran mit Logistik und Informationen versorgt. Zudem kontrolliert China den Markt für Seltene Erden, was die USA erpressbar macht. Trumps Antwort darauf könnte eine stärkere Kontrolle der Ölmärkte sein.

Der europäische Superstar und die AI-Welt

Ein österreichischer KI-Experte (Besteiner) wechselt nach Amerika, da er dort bessere Rahmenbedingungen vorfindet. In Europa fehle es an Infrastruktur und Flexibilität. Dies zeige, dass Europa an der Regulatorik arbeiten müsse, um Talente zu halten.

Fazit

Die Analyse von Zsolt Janos zeigt, dass der Bitcoin-Preis von vielen Faktoren abhängt, darunter die Schulden von Michael Saylor, die makroökonomische Lage und geopolitische Spannungen. Ohne dauerhafte Käufer und in einem deflationären Umfeld droht der Preis zu fallen. Es bleibt abzuwarten, wie sich die Situation entwickelt.

Wichtige Punkte zusammengefasst:

  • Michael Saylors Bitcoin-Investitionen sind unter Wasser.
  • Die Inflation ist eine wichtige Triebkraft für die Wirtschaft.
  • Geopolitische Risiken (Iran, China) beeinflussen die Märkte.
  • Europa muss attraktiver für Talente werden.

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