Podcast

Im Podcast Aus dem Cafésatz spricht Zsolt Janos über tägliche Entwicklungen an den Kapitalmärkten. Komplexe Zusammenhänge werden klar, nachvollziehbar und mit langjähriger Erfahrung auf den Punkt gebracht.

Beliebteste Episoden der letzten 30 Tage:

16.06.2026

Das neue Tech-Lexikon: MANGOS & FEMO

Lange Zeit gab es an der Börse nur ein Wort: FAANG. Apple, Amazon, Meta und Co. waren die Könige.

Doch die Zeiten ändern sich. Heute fragen wir uns: Haben die MANGOS die Macht übernommen? Microsoft, Alphabet, NVIDIA und die neuen Tech-Stars drängen nach vorne.

Und noch viel wichtiger: Wandelt sich unsere FOMO – also die Angst, etwas zu verpassen – gerade in FEMO? Die nackte Angst, die künstliche Intelligenz zu verschlafen?

Die im Podcast besprochenen Inhalte dienen NUR zu allgemeinen Informationszwecken und stellen unter keinen Umständen eine Empfehlung zum Kauf oder Verkauf bestimmter Anlagen dar und sind somit keine Anlageberatung. Der Vortragende kann das Risikoprofil und die finanzielle Situation einzelner Zuhörer nicht einschätzen. Wer sich aufgrund des im Podcast Besprochenem zum Kauf oder Verkauf von Anlageprodukten / Vermögenswerten entscheidet, tut diese aus eigener Entscheidung und auf eigene Gefahr. Der Vortragende kann daher keine Haftung übernehmen, wenn Sie aufgrund des im Podcast Gesagtem eigene Anlageentscheidungen treffen und dadurch Verluste erleiden.

Zusammenfassung

Das neue Tech-Lexikon: MANGOS & FEMO – Navigieren im Kapitalmarkt

In der dynamischen Welt des Kapitalmarktes stehen Anleger und Interessierte immer wieder vor neuen Herausforderungen und Abkürzungen. Von der persönlichen Karriereplanung bis hin zu den neuesten Tech-Giganten – die richtigen Entscheidungen zu treffen, erfordert Weitsicht und fundiertes Wissen. Im aktuellen Podcast spricht unser Experte Zsolt Janos über entscheidende Fragen, die sich jeder stellen sollte, und beleuchtet spannende Entwicklungen von Investmentstrategien bis zu den irrsinnigen Bewertungen mancher Technologieunternehmen.

Berufliche Leidenschaft als Fundament für finanziellen Erfolg

Oftmals kommen junge Menschen mit der Frage auf Zsolt Janos zu: „Ich habe das Geld noch nicht, um in Ruhe von besonnenen Renditen zu leben, und wenn ich es traditionell angehe, werde ich nicht reich.“ Hier setzt Zsolt Janos an und regt dazu an, die eigene berufliche Tätigkeit kritisch zu hinterfragen:

  • Womit verbringe ich 8 bis 10 Stunden meines Tages?
  • Macht mir diese Tätigkeit so viel Spaß, dass ich sie theoretisch „Open End“ ausüben würde?
  • Wie viel investiere ich in meine Fähigkeiten, um meine Performance und meinen Marktwert zu maximieren?

Sollte die Antwort ernüchternd ausfallen, ist es möglicherweise Zeit für eine Neuorientierung. Statt sich in „Wundervideos“ und „Get-Rich-Quick“-Methoden zu verlieren, die oft zu massiven Abstürzen führen, empfiehlt Zsolt Janos, eine professionelle Auseinandersetzung mit der Finanzindustrie. Der Kapitalmarkt bietet eine Vielzahl von Spezialisierungsmöglichkeiten jenseits der reinen Kursbeobachtung.

Aktives vs. Passives Investieren: Eine zeitlose Debatte

Die Diskussion um die besten Anlagevehikel ist allgegenwärtig. Besonders die Frage, ob passive ETFs oder aktiv gemanagte Fonds die bessere Wahl sind, beschäftigt viele. Zsolt Janos vergleicht dies mit der Kunst des Kochens:

„Nur weil ich die besten Rohstoffe habe, wird daraus noch keine gute Suppe. Es ist nicht die Lagerstelle entscheidend, sondern wie der Koch arbeitet.“

Ein Blick auf die Praxis zeigt:

  • Passive ETFs berücksichtigen oft die Börsenkapitalisierung, was zu einer extremen Übergewichtung einzelner Positionen führen kann (z.B. über 17 Prozent in einem Beispiel).
  • Aktiv gemanagte Fonds erlauben es dem Manager, Positionen flexibler zu gewichten (z.B. unter 10 Prozent für die gleiche Position), um Risiken zu streuen und Chancen gezielter zu nutzen.

Historisch betrachtet entwickeln sich passive Strukturen in Phasen mit starken Trends oft besser, während aktiv gemanagte Portfolios in Seitwärtsphasen, unsicheren Märkten oder Abwärtsmärkten überlegen sein können. Die Ergebnisse können über Jahre hinweg bis zu 10 bis 15 Prozent auseinanderklaffen. Zsolt Janos empfiehlt daher einen „sowohl als auch“-Ansatz: eine Aufteilung der Anlagen, um von beiden Strategien zu profitieren und nicht aus „FOMO“ (Fear Of Missing Out) der jeweils besseren Performance hinterherzulaufen.

Das neue Tech-Lexikon: Von FOMO zu FEMO & MANGOS

Apropos FOMO: Der Analyst Eddie Adeni prägt einen neuen Begriff – FEMO. Diese Abkürzung steht für „Fantastic Earnings Momentum“ oder „Fantastic Earnings Moments“. FEMO beschreibt die aktuelle Euphorie, die entsteht, wenn ohnehin schon hohe Analystenerwartungen noch übertroffen werden. Im ersten Quartal konnten Unternehmen ihre Gewinne im Vergleich zum Vorjahr um fast 30 Prozent steigern, und die Gewinnerwartungen der Analysten wurden um 8 Prozent übertroffen. Dies ist nicht nur ein Anstieg von null auf acht, sondern ein Übertreffen einer bereits hohen Basis.

Parallel dazu hat sich eine neue Gruppe von Tech-Giganten etabliert, die die einstigen FANG-Aktien (Facebook, Amazon, Apple, Netflix, Google) ablösen: die MANGOS:

  • Meta
  • Antropic
  • Nvidia
  • Google
  • OpenAI
  • SpaceX

Interessanterweise sehen viele Analysten und große Vermögensverwalter drei dieser sechs Unternehmen – Antropic, OpenAI und SpaceX – als sehr kritisch an, da sie massiv mit Verlusten kämpfen und die Monetarisierung schwierig darzustellen ist.

SpaceX: Fantasie vs. Fundamentaldaten

Besonders SpaceX unter der Führung von Elon Musk fasziniert und polarisiert. Trotz hoher Verluste und einer einzigen wirklich profitablen Sparte (Starlink-Strukturen) schießt der Börsenkurs des Unternehmens in die Höhe. Innerhalb weniger Tage legte SpaceX nach seinem Börsengang fast 20 Prozent zu und erreichte einen Schlusskurs von 192 Dollar, nachdem es bei 135 Dollar gestartet war. Der Markt preist hier vor allem die Fantasie ein, die Elon Musk zu wecken versteht.

Ein Schlüsselfaktor für SpaceX's Story ist das Ziel, die Kosten für den Lastentransport ins Weltall drastisch zu senken. Die Hoffnung ist, die Kosten pro Kilogramm auf 50 Dollar zu drücken. Zum Vergleich:

  • SpaceX's Falcon 9 Raketen liegen derzeit bei 2.500 Dollar je Kilo.
  • Die NASA lag vor Einstellung der Programme bei 20.000 Dollar je Kilogramm.

Diese Vision einer wiederverwendbaren Raketentechnologie, die eine eigene Kategorie schafft, erklärt die enorme Marktbewertung. SpaceX hat in Rekordzeit 2,2 Billionen Dollar erreicht und damit kurzfristig alle „Magnificent Seven“ überholt. Das Unternehmen hat sich zwischen Amazon und Broadcom positioniert und ist derzeit doppelt so groß wie Warren Buffets Berkshire Hathaway, das seit Jahrzehnten Gewinne schreibt und auf 400 Milliarden Cash sitzt. Diese Diskrepanz zwischen Fantasie und fundamentaler Logik fasziniert die Märkte.

Die Spekulationen um eine mögliche Fusion von Tesla und SpaceX, die das kombinierte Unternehmen auf 3,7 Billionen Dollar bringen und es zwischen Apple und Microsoft positionieren würde, verdeutlichen das enorme Potenzial, das dem Unternehmen zugeschrieben wird.

Fazit

Der Kapitalmarkt bleibt ein komplexes Feld, in dem rationale Erklärungen oft auf irrationale Kursbewegungen treffen. Ob es um die persönliche Karriereplanung, die Wahl der richtigen Anlagestrategie oder die Bewertung von Tech-Giganten wie SpaceX geht – fundiertes Wissen und eine besonnene Herangehensweise sind unerlässlich. Die neuen Begriffe FEMO und MANGOS zeigen, wie schnell sich die Dynamik ändern kann und wie wichtig es ist, am Ball zu bleiben, ohne sich von kurzfristigen Hypes leiten zu lassen.

Möchten Sie Ihre Vermögensstrategie professionell gestalten und sich im Dschungel der Finanzmärkte sicher bewegen? Zsolt Janos und sein Team stehen Ihnen mit Expertise und maßgeschneiderten Lösungen zur Seite.

Jetzt unverbindliches Beratungsgespräch zur Vermögensberatung vereinbaren.

Berggipfel mit Nebelschwaden vor blauem Himmel